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Blickfang Rasen

 

Das A und O eines schönen Gartens ist der Rasen. Das gleichmäßige Grün bringt die Blütenpracht von Staudenbeeten oder Blumenkübeln gut zur Geltung, verleiht auch kleinen Flächen optische Weite und bietet den Raum für Oasen der Ruhe. Um langfristig Freude an seinem Rasen zu haben, gibt es von der Anlage bis zur regelmäßigen Pflege einiges zu beachten.

 

Das richtige Gras für jeden Zweck

Dabei ist Rasen nicht gleich Rasen. Je nach Art der Nutzung wird zwischen Zierrasen, Sport- und Gebrauchsrasen unterschieden. Besonders letzterer muss strapazierfähig sein, um tobenden Kindern, Gartenparties und Zelten zu widerstehen. Optimal ist hierfür eine Mischung aus den gröberen Arten Deutsches Weidelgras und Kammgras und feineren Strauß- und Schwingeltypen. Rotschwingel treibt Ausläufer und bildet dadurch eine feste und elastische Rasendecke – eine ideale Voraussetzung für eine hohe Belastung und selbständige Regeneration kleinerer Defekte.

Spielrasen muss nicht nur einer starken Belastung standhalten, er sollte auch gute Voraussetzungen für Ballspiele bieten, d.h. er muss besonders eben, gleichmäßig und kurz sein. Mischungen mit dem Hauptbestandteil deutsches Weidelgras oder Rotes Straußgras sind daher für die Anlage eines Sportrasens besonders zu empfehlen, da beide Arten auf den meisten Bodentypen gedeihen, trockenheitsresistent und stark belastbar sind. Wichtig sind besonders ebene Anlage sowie eine gute Drainage bei schweren Böden, um stellenweise Staunässe und damit ein verkahlen einzelner Bereiche zu vermeiden.

Die Premiumklassen unter den Rasenarten ist der Zierrasen. Er besteht ausschließlich aus schmalblättrigen Gräsern wie Rotes Straußgras, Flechtstraußgras oder Hundsstraußgras. Er wird selten betreten und ist somit kaum Belastungen ausgesetzt. Seine Struktur ist fein und gleichmäßig – eine Zierde für jeden Garten.

 

In sechs Schritten zum perfekten Rasen

Unabhängig davon, welcher Rasentyp für den eigenen Garten der Richtige ist, gibt es für die Anlage und Pflege einige Punkte zu beachten. Um das satte Grün dauerhaft zu erhalten, muss auch in den Rasen regelmäßig Zeit und Geld investiert werden. Nur so kann garantiert werden, dass der Rasen bleibt und weder Unkräuter, Moos und kahle Stellen den Platz erobern. Neben der klassischen Aussaat hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr die Verlegung von Rollrasen etabliert. Der Vorteil hiervon ist, dass der neuangelegte Rasen sofort betretbar und nutzbar ist. Außerdem ist die Grasnarbe von Anfang an geschlossen, so dass Unkräuter weniger Chance haben und der Rasen besser über seinen ersten Winter kommt.

  1. Bodenvorbereitung
    Sowohl für eine Aussaat als auch für das Verlegen von Rollrasen muss der Boden gut vorbereitet sein. Ist er, z.B. durch Baumaschinen, stark verdichtet, sollte er mit einer Motorhacke oder einem kleinen Pflug bis in tiefere Schichten aufgelockert werden. Bei schweren Böden ist eine Drainage empfehlenswert, leichte Böden werden mit Humus verbessert.
    Der Boden benötigt Zeit, um sich zu setzen. Nur so kann eine ebene Fläche erzielt werden. Empfehlenswert ist eine Aussaat oder Verlegung im Herbst, da im Frühjahr und Sommer viele Unkräuter auflaufen. Sie sollten vor der Rasenanlage entfernt werden, da sie durch schnelleres Wachstum oft den noch zarten Rasen verdrängen.
    Die ebene und unkrautfreie Fläche wird mit einem breiten Rechen bearbeitet, bis eine feinkrümelige Fläche ohne Steine und Mulden entstanden ist.

  2. Aussaat oder Verlegung
    Die optimale Grasmischung kann anschließend dünn und gleichmäßig aufgebracht werden, entweder per Hand oder mit einem Streuwagen. Je gleichmäßiger die Aussaat, desto gleichmäßiger die spätere Rasenfläche. Da der Grassamen sehr leicht ist, sollte ein möglichst windstiller Tag für diese Arbeit gewählt werden. Die Grassamen werden anschließend leicht eingeharkt, um späteres Verwehen und Vogelfraß zu vermeiden.
    Für die Verlegung von Rollrasen ist die Witterung nicht so entscheidend. Wichtig ist eine zeitnahe Verarbeitung nach der Anlieferung, möglichst innerhalb der nächsten 24 Stunden. Eine längere Lagerung der Grassoden ist mit hohem Aufwand verbunden.
    Rollrasen wird so verlegt, wie Steine in einer Mauer gesetzt sind: versetzt, so dass keine Kreuzfugen entstehen. Die Soden werden dicht an dicht ohne Überlappungen platziert. Die fertige Rasenfläche wird vor zu starkem Druck mit Brettern geschützt, die das Gewicht des Gärtners verteilen. Die vorbereitete Erdfläche wird nach Möglichkeit nicht betreten, um eine punktuelle Verdichtung des Bodens zu vermeiden. Nach der vollständigen Auslegung der Rasenfläche wird diese leicht gewalzt. So bekommen die Graswurzeln den nötigen Kontakt zum Boden, um ein schnelles Anwachsen zu garantieren.

  3. Bewässerung
    Jetzt heißt es wässern, wässern, wässern. Egal ob Aussaat oder Rollrasen, der größte Feind des neuen Rasens ist die Trockenheit. Besonders keimende Gräser sind empfindlich gegenüber Trockenheit und müssen ständig feucht gehalten werden. Hier ist besonders darauf zu achten, dass sich keine Pfützen bilden, in denen der Samen zusammenläuft. Es muss somit mehrmals am Tag mit kurzer Dauer beregnet werden. Auch der Rollrasen benötigt in den ersten Tagen ausreichend Wasser. Direkt nach der Verlegung kommen zehn bis 15 Liter Wasser auf einen Quadratmeter, in den nächsten zwei Wochen muss die Fläche dauerhaft wurzeltief feucht gehalten werden.

  4. Mähen
    Der ausgesäte Rasen sollte das erste Mal gemäht werden, wenn er eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern erreicht hat. Die Wurzeln sind dann fest genug, dass sie von den Schneidmessern nicht aus dem Boden gerissen werden. Das Mähen regt gleichzeitig das Wurzelwachstum an und begünstigt somit eine schnellere geschlossene Rasendecke.
    Rollrasen kann bereits am ersten Tag vorsichtig betreten werden, eine vollständige Belastung ist nach ca. vier bis sechs Wochen möglich. Der erste Schnitt richtig sich nach der Schnelligkeit des Wachstums und nach der Art des Rasens. Zierrasen wird mit 1,5 cm Länge generell deutlich kürzer als Gebrauchsrasen geschnitten, für den eine Länge von drei bis vier Zentimetern ideal ist.
    Generell sollte der Rasen ein- bis zweimal pro Woche gemäht werden. In Phasen großer Trockenheit kann die übliche Schnittlänge etwas vergrößert werden, da der Boden dann die Feuchtigkeit besser speichern kann.

  5. Düngung
    Die perfekte Rasendüngung unterscheidet Phasen des Blattwachstums und der Wurzelbildung. Für das Blattwachstum ist insbesondere Stickstoff notwendig. Dieser sollte daher im Dünger für die Frühjahrs- und Sommerdüngung ausreichend enthalten sein. Die Herbstdüngung zielt hauptsächlich auf die Kräftigung und Regeneration der Wurzeln ab, die Phosphat und Kali benötigen.
    Ein gut versorgter Rasen lässt Unkräutern, Pilzen und Krankheiten deutlich weniger Chancen als ein Rasen mit Mangelerscheinungen. Für langlebiges, lückenloses, sattes Grün ist eine regelmäßige Düngung daher unerlässlich.

  6. Vertikutieren
    Beim Vertikutieren wird der Boden besser belüftet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Außerdem werden Mulch, abgestorbene Pflanzenteile, Moos und Unkräuter entfernt. Die Gräser haben wieder Platz zum Wachsen – die Grasnarbe wird dichter, was neuem Moos und Unkraut vorbeugt.
    Die beste Zeit zum Vertikutieren ist das Frühjahr (nach der Startdüngung und dem zweiten Schnitt) und der September. Die milden Temperaturen fördern dann das Wachstum des Rasens und die schnelle Regeneration. Da durch das Vertikutieren auch nicht festverwurzelte Gräser entfernt werden, sollten neuangelegte Flächen in den ersten Jahren nicht vertikutiert werden.

Ein perfekter Rasen ist das Ergebnis zahlreicher Bemühungen und zeitintensiver Arbeitsschritte über viele Jahre hinweg. Profis für den Rasenbau schaffen beste Voraussetzungen, um dem Hobbygärtner die Anlage und Pflege seines Rasens zu erleichtern – so bleibt mehr Zeit, das Grün im Garten zu genießen!