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Die neue Lust auf den eigenen Garten "Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten": Dieses Sprichwort aus Indien nehmen sich immer mehr Menschen zu ihrem Lebensmotto.
Prägte in den Anfängen der Wirtschaftswunderzeit das heimische Basteln die Freizeitgestaltung, waren es in den 80er und 90er Jahren das Kochen und der Sport. In jüngster Zeit nun steht das Gärtnern vermehrt im Mittelpunkt der deutschen Freizeitkultur. In einer Gesellschaft, in welcher die Menschen durch Berufsstress, Termindruck und Alltagshast immer mehr die Kontrolle über sich selbst verlieren, hilft die grüne Oase bei der Entspannung und Verlangsamung des Lebens (djd/pt).
Vielfältige Wirkung Als Zentrum des "Slow Livings" bezeichnen die Experten des Zukunftsinstituts den Garten, einen Ort der Stille und Ruhe, an welchem die Menschen zu sich selbst finden können. Der hautnahe Kontakt mit der Natur tut gut, inspiriert aber auch für neue Aufgaben und Projekte. Zudem dient das heimische Grün Kindern als Abenteuer- und Erfahrungsraum sowie Erwachsenen in der warmen Jahreszeit als zweites Wohnzimmer für gesellige Stunden mit Freunden und Bekannten. Kein Wunder also, dass nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde inzwischen bundesweit 40 Prozent aller Kleingartenvereine Wartelisten führen, weil die Nachfrage so groß ist, dass die vorhandenen Flächen nicht ausreichen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gibt es rund eine Million vorwiegend städtische Kleingärten sowie rund 16 Millionen Grünidyllen um Eigenheime in ländlichen Regionen.
Exakte Planung Der Garten ist in Krisenzeiten zu einem der wichtigsten Naherholungsgebiete der Bundesbürger geworden. Bevor sich Gartenfreunde aber mit Spaten und Rechen ans Werk machen, um ihr persönliches naturnahes Kleinod zu schaffen, sollten sie sich Gedanken darüber machen, welche Struktur sie ihrem Grün geben möchten. Sonnige Stellen eignen sich für Staudenbeete, Gemüsepflanzen oder Kräuter. Halbschatten ist optimal für einen Steingarten oder ein Rosenbeet, während Ruheplätze im Schatten im Sommer eine willkommene Abkühlung bringen.
Quelle: (djd/pt) |
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