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Bodenreliefs: Senken und Hügel in der Gartengestaltung


Ein Garten ist ein dreidimensionaler Raum. Seine Wände sind die Büsche und Bäume, sein Dach ist die Weite des Himmels und in seinem Mittelpunkt steht das Haus. Der Garten kann flach und eben sein oder bewegt und steil. Neben den Pflanzen und den architektonischen Elementen wie Treppen und Mauern ist die Formung des Bodenreliefs der dritte wichtige Ausgangspunkt der Gartengestaltung. Ein kurzer Blick in die Geschichte der Gartenkunst lohnt sich.

Moderne Pflanzhügel in einem Kopenhagener Innenhof.



Vom Renaissance- zum Landschaftsgarten


Als in der Renaissance die Kultur der Antike wiederentdeckt wurde, begeisterten sich die Menschen für Hanggärten mit aufwendigen Treppen- und Terrassenanlagen. Wasserfälle und Springbrunnen, die das Gefälle für den notwendigen Wasserdruck ausnutzten, spielten eine bedeutende Rolle. Dies entwickelte sich zuerst in Italien und drang später auch nach Mitteleuropa vor. Der Garten wurde ein Ort der Lebenslust und Repräsentation. Die Gartenkunst brach aus der Enge der eingemauerten mittelalterlichen Stadt aus und wurde Teil der Landschaft mit Ausblick auf diese. Der Hang wurde zur Modelliermasse der Gartenkunst, dem ein strenges architektonisches Ordnungssystem auferlegt wurde. Aufwendige Gartenanlagen von der Villa d'Este bei Rom bis Helsingör in Dänemark zeigen bis zum Ende des Barocks einen perfektionierten Umgang mit kunstvollen Mauern, Terrassen und schiefen Ebenen.

Der Landschaftspark, der Ende des 18. Jahrhunderts aus England kommend den Barockgarten in ganz Europa ablöste, verdrängte das Architektonische zugunsten des Landschaftlichen. Kunstvolle Anlagen wurden geschaffen, die eine idealisierte Landschaft zeigen, die erst auf dem zweiten Blick die ordnende Hand des Gartenkünstlers und des Gärtners verraten. Aus den streng gegliederten Terrassenanlagen mit Treppen,Wasserbassins und skulptural geschnittenen Hecken wurden sanfte Hügel mit geschwungenen Gartenwegen, Teichen und natürlich anmutenden Baumgruppen wie im Glienicker Park in Berlin.


Barocke Gartenkunst in Treppen-Form: Isola Bella im Lago Maggiore.


Pleasureground im Landschaftspark Glienicke in Berlin: Sanfte Boden-Modellierung von Peter Joseph Lenné.

 

 


Rasensenken im Garten


Bei der Gartengestaltung sollte man das Bodenrelief immer mitbedenken. Auch in sehr flachen Gegenden lassen sich durch sanfte Bodenbewegungen außerordentlich schöne Effekte erzielen.

Die berühmte Gartenarchitektin Herta Hammerbacher (1900-1985) hatte eine Vorliebe für solche Bodenmodellierungen, die ihr den Spitznamen „Mulden-Herta“ eintrugen. Den Hauptbereich der Rasenfläche eines Gartens senkte sie sanft ein, sodass die Bereiche der Rasenränder im Umkehrschluss leichte Erhöhungen ausformten. Diese Gestaltung aus „Mulden“ und „Hügeln“ schuf eine optische Erweiterung der Raumtiefe. Die Einmuldung  erzeugt eine geborgene, in sich ruhende Atmosphäre auf der Rasenfläche.




Der architektonische Senkgarten


Der architektonische Senkgarten bildet das steinerne Pendant zu den landschaftlichen Mulden und Hügeln von Herta Hammerbacher. Hier werden Höhenunterschiede mit niedrigen Mauern ausgeglichen. Diese architektonischen Mittel waren vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei Gestaltern beliebt, erfahren aber heute in den architektonisch-minimalistischen Gärten unserer Tage eine Art Renaissance.

Der Schaugarten von Karl Foerster (1874-1970) in Bornim ist der wohl berühmteste Senkgarten in Deutschland. Ein klares rechtwinkliges System von niedrigen Mauern, Treppen und Pflanzflächen strukturiert den Garten, dessen Zentrum ein kleiner Seerosenteich bildet. Hier zeigt sich exemplarisch, wie ein Garten Mittelpunkt und Ruhe findet, ohne auf Dauer langweilig zu wirken.

Schaugarten von Karl Foerster in Potsdam-Bornim.

Garten der IG-Farben-Industrie in Frankfurt/Main von H. Mattern und Karl Foerster.


Pflanzhügel für Bäume & Sträucher


Kleine Erhöhungen auf einer Rasenfläche oder einer großen Pflanzfläche bilden den perfekten Sockel für Bäume oder größere Büsche. Eine solche, im echten Wortsinn, „herausgehobene“ Stellung wertet jeden Baum gestalterisch auf und macht ihn zum Blickfang und Hauptakteur eines jeden Gartens. Dabei zeigt sich, dass hierfür ein paar Dutzend Zentimeter ausreichen.

Umgekehrt lassen sich Bäume auch einsenken. Bei Hausneubauten verändert sich oft das ursprüngliche Bodenrelief. Alte Bestandsbäume sollte man nie bedenkenlos mit Erdreich anfüllen. Einerseits sterben viele Bäume durch diese unsachgemäße Behandlung ab, andererseits fehlt dem Baum optisch der ursprüngliche Fuß. Besser ist es, das Bodenniveau im Bereich des Wurzelwerks beizubehalten und eine runde oder viereckige Stützmauer um den Baum zu ziehen. Der Baum erhält eine optische Fassung.