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Vier Wände im Grünen
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Die Kunst der Gartengestaltung
Der eigene Traumgarten muss nicht teuer sein

Vier Wände im Grünen

 

Ein Garten kann Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Esszimmer zugleich sein. Mehrere Räume sind immer eine gute Lösung! Dabei ist das gestalterische Spiel mit verschiedenen Ebenen besonders reizvoll. So kann aus mancher Platznot eine echte Tugend werden.

 

Kaum zu glauben, was eine neue Gartengestaltung alles bewirken kann. Sie hätten den Garten kaum wiedererkannt, berichten die Freunde der Gartenbesitzer. Dunkel und verwinkelt sei er gewesen und eigentlich hätte man sich darin fast nie aufgehalten. Kiefern und Rhododrenden, vor Jahren klein gepflanzt wären im Laufe der Jahre so groß geworden, dass kaum Platz zum Aufenthalt blieb. Der Bauherr, von Beruf Architekt, bestätigt dies.

Das Flachdach-Reihenendhaus sei in den 70er Jahren erbaut worden und entsprechnd der Mode der Zeit sei sei auch der Garten gestaltet worden. Der einzige Zugang zum Garten lag im Souterrain des Hauses. Von dort führten verwinkelte Treppenanlagen bis zur Terrasse. Die Höhenunterschiede seien ganz der Mode entsprechend durch Betonwinkelelemente und Eisenbahnschwellen abgefangen worden. Es sei schon immer sehr umständlich gewesen, ergänzt die Ehefrau: »Wenn man sich einfach einmal mit einer Tasse Kaffee in die Sonne setzen wollte, musste man erst im Haus eine Etage tiefer gehen, um dann wieder über Treppen zur Terrasse zu gelangen.« Da sei der Kaffee schon fast kalt gewesen, erinnert Sie sich. Auch habe sie schon lange von einem Kräuterbeet geträumt, doch im Schatten der der hohen Bäume und Sträucher sei fast nur noch Efeu gewachsen.

 

Dunkle Farben dominierten das Bild. Das Grün der Rhododendren und Kiefern, die dunkelroten Pflasterziegel sowie dunkelbraue Verkleidungen am Wohnhaus ließen kaum Raum für lichte Gartenbilder. All diese Berichte erscheinen heute fast unwirklich, so sehr hat sich der Gesamteindruck des Gartens gewandelt: hell und freundlich vermittelt er ein Bild von Lebensfreude.

Mit Hilfe der Neugestaltung ist der Garten zu einem festen Bestandteil der Wohn- und Lebenswelt geworden. Schon lange Jahre bestand beruflicher Kontakt zwischen dem Hausherrn und Architekten und der Gartenarchitektin Margareta Kulmann-Rohkemper, zumal sich das Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Büro der »Gärtnerin von Eden« befindet. Gegenseitige Wertschätzung und Achtung bestimmte die berufliche Zusammenarbeit.

Der Hausherr selbst hatte aber keinen Bezug zum Thema Gartenplanung. Durch und durch Hochplaner, war der Garten während der langjährigen beruflichen Tätigkeit für ihn eher eine schöne Nebensache. Vielleicht sei es die schönste Nebensache der Welt, räumt er heute ein.

In der Zusammenarbeit mit der Gartenplanerin habe entdeckt, welche vielfältigen Möglichkeiten die Gartenplanung biete. Brückenschlag | Verschiedene Sitzplätze in Sonne und Schatten sollten entstehen. Und da der neue Garten wie eine Wohnung wirken sollte, wurden einzelne Gartenräume auf unterschiedlichen Ebenen angelegt. Die Planerin riet zunächst, im Erdgeschoss die Außenwand zu öffnen und somit einen direkten Zugang vom Wohnbereich in den Garten zu ermöglichen. Zunächst erstaunt über den ungewöhnlichen Vorschlag, freundeten sich die Gartenbesitzer schnell mit diesem Gedanken an.

 

Das Fenster vor dem Essplatz im Erdgeschoss wurde durch eine doppelflüglige Tür ersetzt. Von hier führt eine Bücke aus verzinktem Stahl und Bohlen aus Bangkirai-Holz in den Garten. Die Holzbrücke ist so großzügig angelegt, dass Platz für eine kleine Sitzgruppe bleibt. Über vier breite Stufen gelangt man von der Brücke in den Hauptgarten. Dort trifft man auf einen breiten, großzügig gestalteten Weg aus großformatigen Muschelkalk-Platten und hellem Travertinsplitt. Anders als vor der Umgestaltung nehmen die Wege- und Sitzplatzflächen den weitaus größten Teil der Grundfläche des nur 320 Quadratmeter großen Gartens ein.

Die Hauptterrasse wird durch zwei jeweils zwei mal zwei Meter große Muschelkalk-Platten optisch betont. Punktuell oder linien- oder flächenhaft eingesetzte Pflanzungen aus Stauden und Gehölzen unterstützen die klare Raumwirkung. Bänder aus Funkien (Hosta) und Montbretien (Crocosmia) und Solitärfarnen begleiten den Weg. Aus den Kiesflächen erwachsen Solitärgehölze wie ein Kuchenbaum (Cercidiphyllum) und ein etwa zwei Meter hoher malerischer Fächer-Ahorn (Acer palmatum). Dieses prächtige Gehölz fand die Gartengestalterin, als sie vor der Umgestaltung den Bestand des Gartens aufnahm. Freigestellt wurde er in die Planung integriert.

Mit Ausnahme einiger englischer Rosen und Hortensien am Rande der Terrasse wurde bei der Auswahl der Pflanzen weitgehend auf leuchtend bunte Blütenfarben verzichtet. Die Gestaltung spielt mit unterschiedlicher Blattformen und -farben und dem Kontrast aus Formgehölzen und freiwachsenden Gehölzen, sowie sommer- und immergrünen Gehölzen.

 

Ergänzt wird das Farbenspiel jahreszeitlich durch die cremeweißen Blüten der Christrosen (Helleborus) und Silberkerzen (Cimicifuga) und hellviolette Blüten verschiedener Funkien-Sorten (Hosta). Räumlich gefasst wird die Anlage durch die Hauswände und neu errichtete, weiß gestrichene Mauern aus Kalksandstein. Die Mauern lassen den kleinen Garten noch stärker wie ein Zimmer im Freien erscheinen. Gerade die klare Begrenzung vermittelt den Eindruck von Großzügigkeit. Die weißen Wände lassen die unterschiedlichen Strukturen der Pflanzen kontrastreich zutage treten. Gemeinsam mit den Muschelkalk-Platten und dem Travertinsplitt entsteht ein edles Gartenbild.

Vor einem Teil der Kalksandsteinmauer wurden Hainbuchen-Spaliere gepflanzt. An der Hauswand wachsen echter Wein und eine Trompetenblume (Campsis radicans). Sie geben dem Garten einen natürlichen Charakter, ohne die klare Raumwirkung zu zerstören. Im westlichen Teil findet sich ein weiterer überdachter Sitzplatz.

Die Metallüberdachung und ein Brennholzregal wurden vom Hausherrn selbst entworfen.

  

Vom Hauptgarten gelangt man über eine Treppe aus Muschelkalkblockstufen zur Souterrain-Ebene, auf der sich ein weiterer geschützer Sonnenplatz mit einem formal gestalteten Wasserbecken befindet – der ideale Ort, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder ein Sonnenbad zu nehmen. Die vormals zur Geländeabstützungen eingesetzten Eisenbahnschwellen wurden entfernt, hingeben blieben die Betonwinkelelemente teilweise erhalten. Diese wurden mit blau gestrichenen Eternitplatten vollständig verkleidet, sodass die alte Konstruktion nicht mehr sichtbar ist.

Die blauen Wandflächen, kombiniet mit dem Wasserbecken, den hellen Muschelkalkplatten und dem silbergrauen Holz schaffen eine freundliche Atmosphäre. Ebenfalls blau gestrichen wurden die ehemals braunen Verkleidungen des Wohnhauses. Die farbliche Übereinstimmung schafft eine zusätzliche Verbindung von Außenund Innenraum. Am Rande des Sitzplatzes im Souterraingarten wurde auf Wunsch und zur großen Freude der Hausherrin ein Kräuterbeet angelegt. Streuschatten spendet ein großer Eisenhutblättriger Ahorn (Acer japonicum ‘Aconitifolium’). Er korrespondiert mit filigranem Laub und lockerem Wuchs mit dem an der Haupterrasse wachsenden mehrstämmigen Blasenbaum (Koelreuteria paniculata). Gemeinsam mit Freunden genießen die Besitzer Tag für Tag ihr neu gewonnenes Gartenglück.

 

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aus: GartenEden Magazin

 

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  FAKTEN

Baubeginn:

Mai 2003 Fertigstellung:

Ende Juni 2003
Grundfläche Garten:
320 m2

Anspruch:

Wohngarten mit

Sitzplätzen auf

verschiedenen Ebenen

Materialien:

Großformatige

Muschelkalk-Platten,

Travertin-Splitt,

verzinkter Stahl,

Bangkirai-Holz

Außergewöhnliches:

Überdachung des

Sitzplatzes, halbrunder

Tisch und Kaminholz-

Regal sind eigene

Entwürfe des Hausherren