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"Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen glühn?", fragte einst Johann Wolfgang von Goethe voller Sehnsucht nach Italien. Immer mehr Menschen begeistern sich rund ums Jahr für mediterranes Lebensgefühl. Sie wollen leben und wohnen wie im sonnigen Süden, auch daheim, auf Balkon und Terrasse hierzulande. Daher holen sie sich das südliche Flair des Dolce Vita in den eigenen Garten.
Das richtige Winterquartier für Zitruspflanzen & Co.
Gerade Zitrusgewächse sind dann der Inbegriff südlicher Gefilde, dazu Feigen, Ölbäume, Zylinderputzer, Akazien, Bougainvilleen und andere Kübelschönheiten. Doch all deren Pflege ist nicht ganz einfach: Vor allem ihre Überwinterung will gut vorbereitet sein.
Nicht zu früh nach drinnen
Der häufigste Fehler, den Gartenfreunde dabei begehen, ist, dass sie ihre exotischen Schönheiten zu früh ins Winterquartier holen und zu spät wieder hinausräumen. Zitruspflanzen & Co. sollten vielmehr so lange wie möglich an der frischen Luft verbleiben. Bei heller, frostfreier Kühle sind sie allemal besser aufgehoben als in einem Raum, der in jedem Fall dunkler als das im Winter ohnehin schon lichtärmere Freiland ist. Während für Laub abwerfende Kübelpflanzen jedoch auch ein dunkler, kühler, frostfreier Raum als Überwinterungsquartier geeignet ist, müssen hingegen Immergrüne unter ihnen möglichst hell stehen.
Licht - Lebenselexier auch im Winter
Entscheidend für die erfolgreiche Überwinterung der Immergrünen Kübelschönheiten ist die Kombination von ausreichend Helligkeit und hinlänglicher Kühle (Mediterrane 1 bis 10 Grad, Tropenpflanzen 10 bis 12 Grad). Der Hintergrund: Bei entsprechender Kühle kommt der Stoffwechsel der Pflanze zur Ruhe, die Helligkeit reicht aber für den Ruhe-Stoffwechsel dann noch aus. Steht die Pflanze hingegen zu lichtarm und warm, wirft sie die Blätter ab.
Nicht zu nass halten
Fingerspitzengefühl brauchen Gartenfreunde in den kalten Monaten besonders beim Gießen: Die Topfballen der Zitrus- und anderen Pflanzen sollen fast trocken sein, jedoch nicht ganz austrocknen. In der Regel genügt es, sie alle paar Wochen ein wenig zu bewässern. Ist die Erde dagegen zu nass, droht Wurzelfäule. Zudem ist in den Winterherbergen strenge Hygiene angesagt: Welkes Laub gehört entfernt, um Pilzbefall der Pflanzen zu vermeiden, und ab Spätwinter kontrollieren Kübelpflanzenbegeisterte ihre Gartenschätze wieder regelmäßig auf etwaigen Schädlingsbefall. (djd/pt).
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Fotos: | djd/Engelbert Kötter |
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