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Rasenreparatur: Von vermoosten Flächen zu saftigem Grün

 

Ein perfekt gepflegter Rasen ist das Zentrum jeden Gartens. Er soll kräftig, saftig grün und strapazierfähig sein. Braune Stellen im Gras, verfilzte Flächen und Moos sind unerwünscht. Auch eine Verunreinigung mit Fremdgräsern und Unkräutern verschlechtert die Rasenqualität und dessen Erscheinungsbild. Ist der Rasen jedoch erstmal von anderen Gewächsen durchdrungen, hilft nur eine Rasenreparatur. Die anderen Pflanzen müssen zu einem Großteil eliminiert und das Wachstum des Rasens gefördert werden.

 

 

 

 


Schritt 1: Rasen kürzen

Der erste Schritt bei der Rasenreparatur ist das Mähen des Rasens. Der Rasen muss dabei so kurz wie möglich geschnitten werden. Der Rasenmäher ist daher auf die niedrigste Schnittstufe einzustellen. Zudem ist ein leistungsstarker Rasenmäher mit scharfem Rotorblatt zu bevorzugen, so dass der Schnitt effizient erfolgen kann.Da mit dem Rasenmäher nicht alle Stellen erreicht werden, ist an schwer erreichbaren Stellen, wie an Wegrändern oder rund um Sträucher und Bäume, ein Rasentrimmer einzusetzen. Als kabellose Variante ist damit genügend Flexibilität gegeben, um alle Stellen problemlos zu erreichen. Dabei ist zu beachten, dass diese mit Akkus betrieben werden. Die Laufzeit der Rasentrimmer ist daher begrenzt. Im Durchschnitt halten sie eine halbe Stunde, was für kleinere und mittlere Gärten ausreichend ist.

 

 

 

© Alexas_Foto CC0-Lizenz

 

Die Rasenreparatur beginnt mit einem radikalen Kurzschnitt.


Schritt 2: Vertikutieren und Säubern

Ist der Rasen geschnitten, wird im zweiten Schritt ein Vertikutierer eingesetzt. Die scharfen Messer dieses Gartengeräts sollen Moos und verfilzte Stellen entfernen und eine bessere Durchlüftung des Rasens ermöglichen. Die Bahnen mit dem Vertikutierer sollten quer zu den Bahnen des Rasenmähers gezogen werden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass das Vertikutieren nicht während einer starken Trockenperiode durchgeführt wird, da sonst der Rasen Schaden nimmt.
Das beim Vertikutieren anfallende Pflanzenmaterial muss im Anschluss mit einem Rechen zusammengekratzt und möglichst vollständig aufgesammelt werden. Der Hauptanteil der Pflanzenteile besteht dabei aus abgestorbenen, verfilzten Pflanzenresten und Moosen. Sind diese entfernt, haben die Graswurzeln wieder mehr Platz und Raum, sich auszubreiten und zu wachsen.

 

 

 

 

Moose werden durch das Vertikutieren entfernt.


Schritt 3: Düngen

Einen stärkeren Erfolg beim Wachstum des Rasens wird durch Düngen erzielt. Je nach Rasensorte, Beschaffenheit des Bodens und Lage gibt es Unterschiede in den benötigten Nährstoffen. Die elementar benötigten Nährstoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium, in kleineren Mengen auch Magnesium und Eisen.Auf jeden Fall sollte der Rasen gedüngt werden, wenn der Rasen gelbliche oder braune Flecken aufweist. Dies ist ein deutliches Anzeichen für einen Nährstoffmangel. War viel Moos vorhanden, ist dies ein Hinweis auf einen sauren Boden. In diesem Fall sollte der Rasen auch gekalkt werden.Zum Düngen ist organischer Dünger zu bevorzugen. Organischer Dünger gibt seine Nährstoffe langsamer ab als mineralischer Rasendünger. Somit ist eine Überdüngung weniger wahrscheinlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass organischer Dünger Bodenstruktur und die Lebensbedingungen von Mikroorganismen verbessert. Somit entsteht ein gesundes Mikroklima und die Nährstoffe werden durch die Mikroorganismen besser für die Aufnahme durch die Wurzeln verfügbar gemacht.
Auch unabhängig von einer Rasenreparatur kann es dem Rasen gut tun, einmal jährlich im Frühling gedüngt zu werden.

 

 

Organischer Dünger sorgt für ein besseres Bodenklima und lässt Samen besser wachsen.


Schritt 4: Samen säen

Oft ist der Rasen nach dem Mähen und Vertikutieren nicht mehr so dicht. Um diese Stellen mit Gras zu füllen, könnte natürlich auf das Wachstum des Rasens gesetzt werden. Jedoch können auch Samen von anderen Pflanzen die freien Stellen nutzen, um sich zu vermehren. Um dies zu verhindern, müssen also weitere Grassamen ausgesät werden.
Durch das Vertikutieren sind bereits Einschnitte im Boden vorhanden, so dass die Samen leicht ins Erdreich eindringen und mit ihrer Keimung beginnen können. Es gibt die Option, je nach Gartengröße einen Streuwagen beim Samenhändler auszuleihen oder selber mit der Hand auszustreuen.
Der Streuwagen sorgt bereits automatisch für eine gleichmäßige Verteilung. Wird mit der Hand ausgesät, sollte beim Auswerfen des Samens auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung geachtet werden. Wie viele Samen pro Quadratmeter nötig sind, steht auf den Samenpackungen. Allerdings sind Billigmischungen bei Rasensamen zu vermeiden. Denn je nach verwendeter Samensorte leidet die Strapazierfähigkeit des Rasens. Billigmischungen sind oft Samen beigemischt, die als Futtergras für Weidetiere gezüchtet wurden. Diese wachsen zwar schnell, vertragen jedoch kein regelmäßiges Rasenmähen. Somit kommt es an diesen Stellen schnell zu Verletzungen des Grases und zur Verdrängung durch andere Pflanzen, die sich gegen das geschwächte Gras durchsetzen können.

 

 


Schritt 5: Wässern

Als fünfter und letzter Schritt bei der Rasenreparatur erfolgt das Wässern. Der Boden muss nach dem Vertikutieren feucht gehalten werden, damit die Graswurzeln nicht vertrocknen und die Grassamen genügend Feuchtigkeit zum Keimen und Wachsen haben. Idealerweise wird mit einer Sprinkleranlage für die regelmäßige Befeuchtung gesorgt.
Insgesamt muss für einen Zeitraum von etwa drei Wochen für eine ausreichende Wässerung gesorgt werden. So lange benötigt das Gras, um eine gewisse Resistenz zu erlangen. Richtig strapazierfähig ist das frische Gras jedoch erst nach circa sechs Wochen.
Wer diese Schritte befolgt, hat somit innerhalb von sechs Wochen wieder einen gesunden, strapazierfähigen Rasen. Damit dieser dann auch wieder möglichst lange erhalten bleibt, solle er weiterhin regelmäßig gepflegt werden. Regelmäßiges Mähen, Düngen und je nach Bedarf Kalken hilft dem Rasen, seine Gesundheit und Kraft beizubehalten.

 

 

Pixabay.com, ©EME CC0-Lizenz 

Für zwei bis drei Wochen sollte der Rasen regelmäßig gesprengt werden.