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Hausgarten im Spessart

 

 

Am Rande des hessischen Spessart gelegen, erstreckt sich der 2004 fertiggestellte Hausgarten quer zu einem Südhang, von dem man über das Dorf blicken und bei klarer Sicht die Silhouette der Frankfurter Innenstadt erkennen kann. Das Grundstück liegt am Dorfrand und geht in die offene, mit Hecken, kleinen Feldern und Apfelbaumwiesen reich strukturierte Feldflur über. Die Bauherren wünschten sich eine enge Bindung an die Landschaft und legten Wert auf eine einerseits naturnahe und andererseits architektonische Gartenanlage, die sich als Pendant zum neuen Haus und als Erweiterung des Wohnraums versteht. Ein großer Vorteil war die gleichzeitige Beauftragung von Architekt und Gartenarchitekt. Leider immer noch selten üblich, konnten sich beide Fachplaner bei ihrer Arbeit abstimmen und eine für die Bauherren schlüssige Gesamtkonzeption entwickeln.

 

Der Garten ist in vier Haupträume unterteilt. Jedes dieser Teile besitzt seine eigene Atmosphäre  und ihr zugrunde liegendes Gartenthema. Ein Gartenweg verknüpft die Gartenteile miteinander und bildet das gestalterische Rückgrat des Hausgartens. Große Höhenunterschiede machten aufwendige Bodenmodulationen nötig, die das bestehende Terrain stark umformte.

 

Der Küchengarten:

 

Dieser Gartenteil bietet viel Platz für frische Kräuter und selbst angebautes Gemüse. Der gestalterische Mittelpunkt des annähernd quadratischen, durch einen Weg geteilten Küchengarten bildet ein moderner Brunnen. Das zurückhaltende, leise Fallen der Wassertropfen erinnert an Wasserspiele arabischer Gärten. Die Hanglage machte eine Terrassierung notwendig, die durch Mauern aus Wesersandstein abgefangen wird. Die Mauern bieten ein warmes Kleinklima, eine Fläche mit Lavendel unterstreicht den südlichen Charakter des Küchengartens

 

Der Wohngarten:

 

Vom Küchengarten gelangt man über zwei Stufen auf den Rasen des Wohngartens. Auch dieser Teil ist wie der vorherige introvertiert und teils von geschnittenen Hecken umgeben. Eine Blumenrabatte, Hobby der Hausherrin, konzentriert Blütenstauden und Einjährige vor dem Hintergrund einer Hainbuchenhecke. Das Kellergeschoss öffnet sich zum Wohngarten hin, Sportraum und Gästezimmer sind über große Glasflächen mit dem Wohngarten verbunden. Mittels einer Treppe, deren Lage sich in die Geometrie des Grundstücks einfügt und auf halber Höhe eine Pflanzfläche mit einer Magnolie einschließt, gelangt man auf die obere Terrasse des Erdgeschosses.

 


Obere Terrasse:

 

Diesem Ort ist der Fernblick vorbehalten. Aus dem Haus und von der Terrasse, welche die gesamte Südfront entlang führt, genießt man den Fernblick in die Spessartwälder bis hin zum Rhein-Main-Gebiet. Topfpflanzen und Wilder Wein, der das Terrassengeländer mit seinem anfangs grünen und später roten Herbstlaub umrankt, machen auch die Terrasse zum Garten.

 

Naturgarten: 

 

Als Übergang vom Wohngarten zur Landschaft befindet sich der Naturgarten. Der Gartenweg führt in einem eleganten Schwung von der unteren Terrasse zur angrenzenden Obstwiese außerhalb und unterstreicht die Verbindung des Gartens zur Landschaft. Eine Pergola in der Grundstücksecke bietet einen, vom Haus entfernten Sitzplatz. Hier findet man auch im übertragenen Sinne Abstand zum Alltag. Eine Wildrosenhecke zeichnet zusammen mit einem einfachen Holzzaun die Grundstücksgrenze nach und zwei Apfelbäume greifen das typische Landschaftsbild der Spessartwiesen auf. Efeu ersetzt hier den Rasen und verleiht dem schmalen Naturgarten mit der Pergola eine romantische Atmosphäre alter Gärten. Einheimische, fruchtende Sträucher bieten den Tieren der Umgebung viel Nahrung und Lebensraum.

 

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