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Die Gärten des Château de Boutemont in der Normandie


Die Normandie ist reich an gartenkulturellen Schätzen. Das wintermilde, feuchte Klima macht die Normandie zu einem üppigen Gartenland. Im Departement Calvados, nur 30 Kilometer von Deauville und den beliebten Stränden der Côte Fleurie entfernt, liegt Chateau de Boutemont inmitten eines 3,5 Hektar großen Gartens. Seine architektonischen Wurzeln reichen bis in das frühe sechzehnte Jahrhundert zurück, doch alle darauffolgenden Generationen und Besitzer haben Ihre gestalterischen Spuren hinterlassen.  

 

Vom Garteneingang gelangt der Besucher über ein weites Gartenparterre mit zeltartig überspannenden alten Zedern zum ehemaligen Wasserschloss. (siehe Foto oben) Vier Ecktürme markieren die rechteckige Außengestalt des Schlosses. Ein alter, trockener Wassergraben umschließt die Anlage, die man über eine hölzerne Zugbrücke betritt.

Ein umschlossener Innenhof bildet das Herz der Anlage, die von innen mit typisch normannischen Fachwerkgebäuden begeistert. (Foto oben links) Kunstvoll verspielte Ziegelfüllungen der Holzkonstruktionen und die karminroten Dachflächen vermitteln die Atmosphäre eines Märchenschlosses.


Schlossgraben mit Innenhof.


Gartenkünstler Achille Duchène


Die Gartenanlage wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Achille Duchène (1866-1947) geprägt. Duchène war ein bedeutender französischer Gartenkünstler des Historismus, der sich am Formenrepertoire vergangener Gartenepochen orientierte und in Château de Boutemont eine Anlage im italienischen Renaissancestil schuf.

Der Gartengrundriss zeigt eine Abfolge verschiedener Gartenräume, die symmetrisch nach den Gesetzen der Geometrie ausgerichtet und durch Perspektiven und Achsen miteinander verbunden werden.

Geschnitte Pflanzenskulputuren vermitteln den Charakter historischer Prachtentfaltung.



Formgehölze rahmen das Schloss ein.


Garten im Schlossbereich


Auf der Wasserfläche des Bassins mit seinen spielerisch-heiteren Figuren doppelt sich das Schloss wie in einem Spiegel. Geometrisch geschnittene Pflanzenformen begleiten den Schlossgraben und das Wasserbecken.

Ein Gemüsebeet vis-á-vis der wehrhaften honigfarbenen Außenmauern des Schlosses mischt Nutz- und Schauwert der Pflanzen.


Skulptur im Wasserbassin.


Küchengarten


Der eigentliche Obst- und Gemüsegarten befindet sich im Bereich der alten Orangerie, die vor einiger Zeit restauriert wurde. Die Schönheit des Nützlichen findet hier einen perfekten Rahmen. Hier lässt sich im umschlossenen Gartenteil verweilen.

Einst versorgte der Küchengarten die Bewohner des Schlosses mit Nahrung. Heute erinnert der Küchengarten den Besucher daran, dass die Region Normandie berühmt für ihre landwirtschaftlichen Produkte ist. Ob Käse, Cidre oder Calvados: Aus der Normandie stammen viele Gaumenfreuden.


Alte Rosen am Gewächshaus.


Weitere Gartenteile


Weitere Gartenteile, wie ein Schmetterlingsgarten oder der Italienische Garten mit großformatigen Vasen und geschnittenen Hecken, komplettieren die Anlage. Die Gartenanlage geht mit Sichtachsen und Gartentoren in die weitere Landschaft über.

Öffnungszeiten

April bis 20. November:
Mittwoch, Sonnabend und Sonntag von 10-12 und von 14-18 Uhr
Täglich geöffnet im Juli und August
Eintritt 8€, Kinder bis 6 Jahre 3€.

Stand:2012

Ort: Quilly-le-Vicomte/Calvados


Schmetterlingsgarten-Staudengarten mit Übergang zur Landschaft.