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Das Gartenjahr: Der Januar

 

Der Frost regiert den Januar. Wohl selten verwendet man das Wort „verzaubert“ so treffend wie wenn sich Neuschnee über den Garten legt. Weiter kann der Sommer mit seinen Gerüchen, der grünen Üppigkeit und den langen Abenden auf der Terrasse nicht entfernt sein. Ungern verletzen wir mit unseren dicken Schuhen die Perfektion frisch beschneiter Flächen. Kinder sind da weniger zimperlich und rollen sogleich den ersten Schneemann zum Leben. Vögel und Katzen hinterlassen mit kleinen Fußstapfen Ihre Spuren im Schnee. Feierlich liegt der weiße Garten vor dem Wohnzimmerfenster bis es wieder taut und das Grau des Dezembers wieder Einzug hält.

Wer seine Stauden bereits im Herbst zurückschneidet, beraubt sich des Charmes der abgestorbenen Fruchtstände, Halme und Blätter, die, vom Schnee geschmückt, ihren letzten großen Auftritt im winterlichen Garten haben.

Schnee lastet schwer auf Ästen und Zweigen

Wird der Schnee feucht und schwer, lastet er auf unseren Nadelgehölzen und den Wedeln der großen Ziergräser. Unter dem Gewicht biegen sich die Äste der Zypressen, Wacholder und Eiben bis auf den Boden. Wie den Apfelbaum bei Frau Holle heißt es nun, den Schnee abzuschütteln, damit die Äste nicht brechen und die Gehölze zerzaust im Frühling ankommen müssen.

Gehölzschnitt

Ende Januar bereiten sich die Bäume auf das kommende Frühjahr vor. Die Lebenssäfte der Gehölze steigen von den Wurzeln in die Astspitzen. Zeigt sich das Wetter ohne große Extreme, so kann man nun zur Gartenschere greifen und Gehölze schneiden. Dabei unterscheidet man zwei Strauchgruppen: Die einen blühen und fruchten am alten Holz, wie Forsythie, Zierpflaumen und Flieder. Hier sollte man nur die ganz alten Äste wegnehmen. Dabei sollte nie der charakteristische Wuchs zerstört werden. Der Schnitt sollte von innen heraus erfolgen, ein nur äußerliches Einkürzen entlarvt den unbedachten Gärtner. Zur zweiten Gruppe gehören die Sommerblüher. Diese treiben ihre Blüten an den jungen Ästen des Vorjahres wie bei Jasmin und dem Schmetterlingsstrauch. Sie freuen sich über einen kräftigen Rückschnitt und danken es dem Gärtner mit reichlich blühendem jungen Holz.

Wassermangel durch Frost

Eine gefährliche Zeit bricht an, wenn die Temperaturen in Bodenhöhe ansteigen, der Boden aber noch vom Frost beherrscht wird. Nun kommt es vor, das Gehölze verdursten, da sie das notwendige Wasser aus dem gefrorenen Boden nicht nutzen können. Immergrüne Gehölze sind hier besonders betroffen, da sie bereits über die Nadeln und Blätter Wasser in erheblichem Maße verdunsten können. Eine Verschattung kleinerer Pflanzen mit Fichtenreisig schafft hier die richtige Abhilfe.