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Frühblüher im Garten


Bis sich die ersten Frühblüher zeigen vergehen schier endlos lange Wintermonate. Die ersten Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge scheinen dann den Garten zu verändern. Obwohl sie eher klein sind, brechen die Boten des Frühlings die Gewalt des Winters und setzen die Leuchtkraft ihrer Blüten dem Grau des vergangenen Winters stolz entgegen. Die winzigen Hängeblüten des Märzenbechers und der Schneeglöckchen erscheinen zerbrechlich und zart. Sie entspringen der noch harten Natur des Vorfrühlings.

Der Winterling (Eranthis hyemalis) blüht schon oft Ende Februar. Im kleinteiligen Steingarten ist er einer der ersten Frühlingsboten.


Von der Natur abgeschaut


Wer im März und April durch die noch blattlosen Wälder streift, der wird mit einem frühen Höhepunkt unserer Natur belohnt. Große Flächen mit Buschwindröschen, Scharbockskraut und, etwas später, die weißen duftenden Blütensterne des Bärlauchs verwandeln den Waldboden in eine Blumenwiese. Diese Frühlingsgeophyten nutzen die kurze Zeit bis zum Laubaustrieb der Buchen und Eichen, um ihren Lebenszyklus zu vollenden. Die Natur macht vor, was auch im Garten schön ist: Unter Laubbäumen kommen diese Frühblüher bestens zur Geltung. Wer eine große Gartenfläche sein Eigen nennen darf, der kann unter einer Baumgruppe ein kleines Stück Waldboden gestalten.

Bärlauch (Allium) kann den Boden ganzer Wälder bedecken.


Frühblüher auf Rasen und Wiese


Ein ähnliches schönes Gartenmotiv sind Frühblüher auf dem Rasen. Bevor noch der erste Rasenschnitt erfolgt, recken sich kleine Felder aus blauen, weißen oder lila Krokussen in den Frühjahrshimmel.

Eine Blumenwiese im eigenen Garten hat nicht jeder. Wer aber aus seinem Rasen längst eine lebendig bunte Blumenwiese gemacht hat, der kann sich mit einem der schönsten Blühmotive belohnen: Tulpen und Narzissen auf einer Frühlingswiese: „Ich pflanze meine Osterglocken in einem Obstgarten, unter alten Apfelbäumen: keine besonders originelle Idee, aber so unwiderstehlich hübsch, dass ihr wohl kein Gärtner widerstehen könnte“, schrieb einst Vita Sackville-West (1892-1962), die große englische Schriftstellerin und Gärtnerin. Im Britzer Garten in Berlin kann man alljährlich sehen, was Tulpen zu bieten haben. Tulipan, so der Name der Veranstaltung, zeigt eine Vielzahl neuer und alter Sorten in Blumenbeeten. Dazu kommen Tausende Zwiebelpflanzen auf den ausgedehnten Wiesen.

Wer Tulpen auf seinem Rasen pflanzen will, der umfährt bei den ersten Rasenschnitten die sich entwickelnden Pflanzen. Dies wirkt jedoch oft eher unordendlich und zerzaust, da das Gras dazwischen mitwächst. Besser ist es, die Zwiebelpflanzen um einen Baumstamm zu pflanzen. Hier bilden sie einen hübschen Kranz und verstärken bei blühenden Obstbäumen noch den Blütenreigen.

Die blaue Traubenhyazinthe (Muscari botryoides) im Zusammenspiel mit bunten Tulpen.


"Unwiderstehlich" fand Vita Sackville-West Frühblüher im Obstgarten.

 

 


Frühblüher zwischen Bodendeckern


Ideal für Frühblüher sind auch klein bleibende Bodendecker wie Efeu, Günsel, Immergrün oder Dickmännchen. Hier können sich die Pflanzen vom Rasenmäher ungestört entwickeln und einen leuchtenden Kontrast zur ruhigen Pflanzfläche der Bodendecker bilden.

Bodendeckende Kleinsträucher wirken auf großen Flächen oft fade und gewöhnlich. Im Frühling aber wachsen Tulpen & Co durch sie hindurch und überraschen mit ihrer Farbenpracht.

Vor einem dunklen Hintergrund wie Hecken oder Mauern können Frühblüher ihre Strahlkraft besonders gut unter Beweis stellen. Der Hell-Dunkel-Kontrast hebt die Pflanze hervor.

Strenggenommen sind Zwiebel- und Knollenpflanzen normale Stauden, deren Lebendigkeit sich im Winter in den Boden zurückzieht bis die Sonne die Erde wieder erwärmt. Tulpen, Narzissen & Co passen daher selbstverständlich ideal in jedes Staudenbeet. Sie lassen viel Platz für die eigentlichen Beetpflanzen, die strukturbildenden Stauden des Frühlings und des Sommers, die später den Platz der Frühblüher übernehmen.

 

Eine geschlossene, ruhige Pflanzfläche aus Seggen bildet den Untergrund für die roten Farbkleckse der Tulpen.

Tulpen kommen vor dunklen Hintergrund besonders stahlend zur Geltung.


Zwiebelpflanzen: Nicht nur Frühblüher


Zwiebelpflanzen machen nicht nur im Frühling eine gute Figur. Das Ausbilden einer Zwiebel oder Knolle ist eine weit verbreitete Überlebensstrategie in unterschiedlichen Weltregionen. So stammen Tulpen übrigens nicht wie etwa der Bärlauch aus den sommergrünen Wäldern Mitteleuropas, sondern aus sommertrockenen Gefilden des Südens. Hier wie da muss der Lebenszyklus früh abgeschlossen sein, weil sonst Lichtmangel, wie in den Wäldern Europas oder Trockenheit, wie in den Savannen Afrikas, das Leben unmöglich macht.

Im April bis Mai blüht auch die Schachbrettblume, ein besonders edler Geophyt auf feuchten Wiesen. Sie wird schon seit vielen Jahrhunderten im Garten kultiviert und ist auch ausgewildert anzutreffen.

Die Zierlauche sind Stars im sommerlichen Blumenbeet und sind hier kaum mehr wegzudenken. Sie bilden stolze Solitäre, die an klassische Glaskugelobjekte erinnern.

Der Knollenlauch (Allium tuberosum) ist dem Bärlauch ähnlich, blüht jedoch von Juni bis August. Im Herbst sorgt die Herbstzeitlose für den Abschluss des Zwiebeljahres..

Der Zierlauch (Allium) ist aus der modernen Pflanzenverwendung nicht mehr wegzudenken.


Die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) auf einer Feuchtwiese.