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Gräser im Garten

 

Filigrane Federgrashalme, die sich sanft im Wind hin und her wiegen, struppig trotziger Strandhafer am Meer, buschige Blüten des Lampenputzergrases, tiefdunkler schwarzblättriger Schlangenbart, oder braune Seggen: Gräser gehören zu den Trendpflanzen der moderner Gartengestaltung. Im Frühling und Sommer begeistern sie mit ihrer verschwenderischen Lebensenergie. Das Wort Gras ist von seiner Wortherkunft eng mit dem englischen 'to grow' verwandt. Vom Frühling bis zum Herbst wächst es zu teils beeindruckenden Gestalten heran. So wird das Riesen-Chinaschilf bis zu 4 Meter hoch. Im Herbst und Winter verleihen Gräser unseren Gärten Struktur und nirgends kann sich winterlicher Reif schöner heften als an die leuchtend braunen Grashalme.

 

Allgegenwärtiges Gras

 

Ohne Gräser gäbe es kein Brot und kein Bier. Alle unsere Getreidearten, wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer sind Gräser. Und selbst Mais und Reis gehören dazu. Auch Fleisch und Milch sind auf unserem Speisezettel nur möglich, weil unsere Nutztiere Gras fressen. Gräser bedecken alle Winkel der Erde, sie gedeihen auf den höchsten Gipfeln, besiedeln unsere Wälder oder leben am Uferbereich unserer Gewässer. Grashalme werden bis zu 40 Meter hoch, denn zu den Gräsern gehört auch der Bambus, der an den Hängen des Himalaya zu dieser gigantischen Höhe heranwächst.

 

Wegbereiter Karl Foerster

 

Und es gäbe keine modernen Gärten. „Gras ist das Haar der Mutter Erde“, schrieb Karl Foerster in seinem Buch „Der Einzug der Gräser und Farne in die Gärten“. Sein Enthusiasmus versuchte die Gartenbegeisterten aus ihrem „Gräserschlaf“ zu wecken, denn bis in die Sechziger Jahre hinein bedeutete Gras im Garten vor allem: Monotonie des Rasens. Erst langsam entdeckte man die Schönheit frei wachsender Gräser wie des Lampenputzergrases. Der Gartenvisionär bereitete vor, was man in den letzten Jahren ohne zu übertreiben, als Siegeszug der Gräser in die Gartengestaltung, nennen kann.

 

Wolfgang Oehme und Van Sweden

 

Verantwortlich dafür ist beispielsweise auch der deutschstämmige Amerikaner und bekennender 'Foersterianer' Wolfgang Oehme und sein Partner Van Sweden, welche die Verwendung von Gräsern in den USA populär machten und deren Beispiele wieder Vorbilder für Gärten diesseits des Atlantiks geworden sind. Oehme und Van Sweden pflanzen einzelne Gras- und Staudenarten  in großzügige, blockartige Felder, deren unterschiedlicher Höhenwuchs Räume definieren und den Gärten räumliche Struktur verleihen.

 

Neue Konzepte: 'New-Wave-Gardening'

 

Pflanzenbilder aus der Natur wie die nordamerikanischen Prärien sind Vorbilder naturnaher Pflanzenarrangements, die Natürlichkeit und Gartenschönheit zu vereinen suchen. Der niederländische Gartenarchitekt Piet Oudolf, ein Hauptvertreter des 'New-Wave-Gardenings' kombiniert mehrjährige Gräser und Stauden zu strukturreichen Flächen, die Ihre Inspiration aus der Natur und der Ökologie bezieht. Form, Textur und Struktur der Pflanzengestalt sind hier wichtiger als die Blütenfarbe. Stauden und Gräser machen den Garten lebendig, sorgen durch ihren Lebensrhythmus für Abwechslung. Sie sind reizvoll, wenn sie wachsen und gleichsam, wenn sie im Winter absterben.

 

Die 'Schwimmende Wiese' bei der Bundesgartenschau 2009 in Schwerin

 

Die Bundesgartenschau in Schwerin präsentierte in den 'Gärten des 21. Jahrhunderts' ausgedehnte Beetflächen mit Gräsern und Stauden. Die 'Schwimmende Wiese' wurde von den Landschaftsarchitekten Breimann & Brunn entworfen, die Pflanzpläne von der Landschaftsarchitektin Ingrid Gock aus Lübeck im Detail arrangiert. Unsere Bilder zeigen die Großzügigkeit, die Flächen aus Gräsern zu Teil wird. Ob auf der Bundesgartenschau oder im eigenen Garten: Gräser wirken gestalterisch frisch und machen den Garten lebendig. Foersters Bonmot 'Grässlich, ein Garten ohne Gräser' ist aktueller denn je.

 

 

 

 

 

 


  

 

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