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Blütenschmuck Viele andere aus China stammende Pflanzen zeichnen sich – wie das Tränende Herz – durch wunderschöne Blüten aus: Die im Juni blühende Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis) zum Beispiel ist ein robuster, zwei bis drei Meter hoher Strauch mit anmutigem Wuchs. Die elegant überhängenden Zweige tragen im Juni unzählige rosaweiße Glockenblüten, die einen angenehmen, zarten Duft verströmen und eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen sind. Eine andere interessante Pflanze aus China ist der Ranunkelstrauch (Kerria japonica), manchmal auch als Goldröschen bezeichnet. Er wurde nach dem englischen Pflanzensammler William Kerr benannt, der im Auftrag von Kew Gardens im Fernen Osten Pflanzen sammelte. Die Wildart stammt ursprünglich aus China, war aber auch in Japan verbreitet. Von April bis Mai trägt dieser etwa mannshohe Strauch auffallende, strahlend gelbe Schalenblüten.
Es gibt auch eine Sorte, die gefüllt blüht: Kerria japonica ‘Pleniflora‘ hat goldgelbe Blütenbüschel, die an Ranunkelblüten erinnern. Diese anspruchslosen Ziersträucher gedeihen sowohl auf sonnigen als auch auf schattigen Standorten. Trotz ihrer auffallenden Blüten und ihrer Pflegeleichtigkeit sind sie bisher wenig bekannt. Dabei fallen die zierlichen Ranunkelsträucher sogar im Winter auf, denn die schlanken Triebe sind glänzendgrün und nach dem herbstlichen Laubfall sehr zierend. Auch der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) kommt ursprünglich aus China. Mitten in der kalten Jahreszeit überrascht er mit leuchtend gelben Blüten.
Botanische Besonderheiten aus China Die Schönfrucht (Callicarpa bodinieri ‘Profusion‘) ist ebenfalls eine außergewöhnliche Pflanze, die relativ wenig bekannt ist und deren Vorfahren aus China stammen. Sie beeindruckt im Herbst mit glänzendvioletten Beerenfrüchten. Die ungenießbaren, aber sehr dekorativen kleinen Beeren reifen ab Oktober und bleiben bis weit in den Winter an den Zweigen. Auch die Herbstfärbung der Schönfrucht fällt auf, denn die Blätter färben sich zum Ende der Gartensaison hellgelb bis orange. Bei manchen Pflanzen findet sich die Herkunft schon im botanischen Namen wieder wie beim Chinesischen Blauregen (Wisteria sinensis), einem wuchsfreudigen Kletterer mit langen, violettblauen Blütentrauben im Frühling, und dem Chinesischen Strahlengriffel (Actinidia chinensis), einer Kletterpflanze, deren Früchte die bekannten Kiwis sind. Auch die Chinesische Birke (Betula albosinensis) mit ihrer interessanten, in Streifen abrollenden Rinde und der goldgelben Herbstfärbung, sowie der Chinesische Blumenhartriegel (Cornus kousa var. chinensis), der dekorative weiße Hochblätter hat, tragen ihre Herkunft schon im Namen.
Die richtige Pflanze am richtigen Platz Nicht immer sind die Besonderheiten einer Pflanze bereits beim Kauf zu erkennen und auch ihre Standortansprüche sind nicht immer klar. Um die richtigen Pflanzen zu finden und lange Freude an ihnen zu haben, ist es deshalb sinnvoll, sich bei der Auswahl im Gartencenter oder in der Baumschule beraten zu lassen. Auch wer seinen Garten neu anlegt oder umgestaltet, sollte dabei das Wissen von Experten nutzen. Die Fachleute aus dem Garten- und Landschaftsbau können außergewöhnliche Gehölze und Stauden so in die Gestaltung einbeziehen, dass sie möglichst gut zur Geltung kommen und an einem Standort stehen, der ihren Ansprüchen entspricht. So können neue Pflanzenschätze ihre Wirkung optimal entfalten und bereichern den Garten mit schönen Blüten, interessanten Blättern oder auffallendem Beerenschmuck. (BGL/PdM)
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