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Echinacea, der Scheinsonnenhut

 

Aus der zeitgenössischen Gartengestaltung ist der Scheinsonnenhut (Echinacea) kaum wegzudenken. Zusammen mit Gräsern und anderen Präriepflanzen hat er die Herzen vieler Gartenbesitzer erobert.

"Igelkopf"

Lässig hängen die Blütenblätter als kleine Fähnchen am Blütenkopf, der sich mit seinen spitzen Spreublättern wölbend der Sonne entgegenstreckt. Vom auffälligen Blütenkopf stammt der Name der Pflanze ab: ‚Echinacea’ leitet sich vom griechischen Wort ‚echinos’ ab, das einen Seeigel bezeichnet. Dem Namen „Igelkopf“, der in der botanischen Fachliteratur hin und wieder zu lesen ist, sollte man daher mehr Verbreitung wünschen. Der holprige Begriff Scheinsonnenhut weist auf die frühere Zuordnung zu den ebenfalls aus Nordamerika stammenden Sonnenhüten hin, den im Garten weit verbreiteten gelben Rudbeckien.

Indianisches Heilmittel

Echinacea kommt in Nordamerika sowohl in den Weiten der Prärie, als auch in lichten Wäldern vor, wie Echinacea purpurea. Echinacea angustifolia galt bei den Indianern als Allheilmittel. Bei Zahnschmerzen, Erkältungen, Wundheilungen und sogar bei Schlangenbissen wurde die Echinacea in der traditionellen Volksmedizin angewendet. Im 19. Jahrhundert rief das einen deutschen Auswanderer auf den Plan, der aus der Pflanze ein Wunderheilmittel herstellte: „Meyer’s Blutreiniger“. In Deutschland wurde das Interesse Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Homöopathie geweckt. Dabei kam es bei der Arzneimittelproduktion zu einem Lieferengpass, sodass Samen aus Nordamerika für den hiesigen Anbau bestellt wurden. Satt der Samen von Echinacea angustifolia wurden jedoch Samen der Pflanze Echinacea purpurea geliefert, die sich als ebenso wirksam erwies. Auf diesem Weg wurde der Purpur-Scheinsonnenhut in die Medizin eingeführt. Präparate aus dem Scheinsonnenhut zählen heute zu den am meisten angewendeten Arzneipflanzen im Bereich von Erkältungen und deren Vorbeugung. Doch bleibt die Wirksamkeit auch nach neueren Untersuchungen umstritten.

Standortansprüche

Die aus der Familie der Korbblütler (Aseraceae) stammenden Scheinsonnenhüte fühlen sich an sonnig-warmen Standorten wohl. Auf gute Drainage ist zu achten, Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Nur Echinacea purpurea gedeiht eher an frischen Standorten wie man sie am Naturstandort am leicht schattigen Gehölzrand vorfindet. Igelköpfe unterliegen schnell dem Konkurrenzdruck anderer Pflanzen. Der Boden um sie sollte daher stets offen bleiben. Besonders anfällig zeigen sie sich gegenüber Schneckenfraß. Das ist wohl ein Grund, warum die Pflanzen als wenig dauerhaft gelten. Juni und Juli sind die Hauptblühmonate der Igelköpfe, deren trockene Pflanzenteile auch im Herbst und Winter eine gute Figur abgeben. Die nach feinem Honig duftenden Blüten sind Schmetterling- und Bienenmagnete.

 

 

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