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Der Efeu (Hedera helix) ist allgegenwärtig und unverwechselbar. Jeder kennt ihn. Und doch lohnt es sich, einmal genau hinzuschauen, denn Efeu ist die vielleicht vielseitigste Pflanze unserer Gärten: Efeu erklimmt Wände, dient als Bodendecker und kann auch als Strauch gepflanzt werden. Und mit einem Alter von bis zu 400 Jahren, zählt er zu unseren langlebigsten Pflanzen.
Konkurrenzstarker Bodendecker
Efeu ist ein hervorragender Bodendecker. Er ist sehr konkurrenzstark und lässt kaum Unkräuter aufkommen. Diese Stärke ist gleichzeitig auch seine Schwäche: Die meisten anderen Gartenpflanzen werden von ihm verdrängt, Büsche und Bäume können auf Dauer von den Blattmassen überwuchert werden. Flächen mit klaren Grenzen sind daher pflegeleichter. Wege lassen sich einfacher von den Efeuranken freihalten als benachbarte Flächen anderer Bodendecker. Für Gartenpartien, die wenig betreten werden sollen, ist der Efeu eine gute Alternative zum pflegeintensiven Rasen.
Efeu mit Zwiebelpflanzen
Efeu als Bodendecker hält die Feuchtigkeit im Boden und schafft daher ein ideales Kleinklima für Zwiebelpflanzen. Wer für Abwechslung im sonst immergrünen Efeubeet sorgen möchte, der pflanzt verschiedene Zwiebelgewächse. So ist vom Schneeglöckchen im zeitigen Frühjahr bis hin zur Schachbrettblume später im Jahr immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Wandbegrüner
Efeu ist der einzige Wandbegrüner, der im Winter seine Blätter behält. Er kann bis zu zwanzig Meter hohe Hauswände erklimmen, bei kleineren Häusern erreicht er mühelos das Dach, auf dem er dann buschartig Strauchvolumen bildet. Der Putz der Häuser sollte trocken und intakt sein, dann verursacht der Efeu keine Schäden. Aufpassen sollte man am Dachüberstand, denn der Efeu wächst durch kleine Ritzen unters Dach. Findet er dann wieder einen Ausgang und wächst weiter, führt sein Dickenwachtum der Äste zu Schäden. Am besten sollte er vom Dach ferngehalten werden.
Efeu versteckt hässliche Maschendrahtzäune
Unter Efeu lassen sich hässliche Maschendrahtzäune verstecken. Sie bilden immergrüne dünne Raumteiler. Im Vergleich zu üblichen Hecken sind sie sehr dünn, wenn man ihr Breitenwachstum alle 2 Jahre mit der Heckenscheere eindämmt.
Efeu als Busch
Efeu ist ein Tausendsassa! Stecklinge, die von den Alterstrieben abgenommen wurden, wachsen wie ein Busch. Als Alterstriebe bezeichnet man diejenigen Äste, an denen sich Blüten und Früchte ausgebildet werden. Als dezente Hintergrundpflanze gibt der Efeubusch eine gute Figur ab. Hierin ist er dem Kirschlorbeer gleich, wächst aber langsam und wird nicht so groß. (Bild oben rechts)
Bienenweide
Wohl kaum eine Pflanze ist für Bienen so anziehend wie der Efeu. Wenn sich die Blüten öffnen, umschwärmen Tausende der fleißigen Bienensammler den Efeustock. Das Gesumme umhüllt die ganze Pflanze. Die blau-grauen Früchte sind hingegen in der Vogelwelt sehr beliebt.
Efeugarten des Malers Hans-Otto Gehrke
Der Künstlergarten von Hans-Otto Gehrke (1896-1988) in Schwielowsee bei Potsdam zeigt sich ganz im Efeugewand. Hier spielt Efeu die Hauptrolle. Er wächst die Bäume empor, umspielt das kleine romantische Atelierhaus und bedeckt die meisten offenen Flächen. Ein romantischer Waldcharakter umgibt den Garten, der bei den "Offenen Gärten" in Berlin und Potsdam besichtigt werden kann.
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 Efeu & Maschendrahtzaun

 Efeugarten bei Potsdam
 Alterstriebe & Bienenweide
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