weltdeswohnens
zum Warenborb Seite drucken Sitemap
home   >   Pflanzenwelt   >   Pflanzenporträts   >   Kartoffelrosen >
Pflanzenporträts
Gehölzkollektion 'noble & STRONG'
Rhododendron Kollektion Gristeder Neuheiten
Ratgeber für Hortensien
Bauernhortensie - 'Endless Summer'
Bitterorangen
Echinacea, der Scheinsonnenhut
Efeu
Elfenblumen
Erdbeeren
Geranium 'Rozanne'
Hortensien
Kartoffelrosen
Orchideen
Perlkörbchen
Perückenstrauch
Pfingstrosen
Silberstrauch
Sonnenhut
Stachys
Stockrosen
Tulpen
Schwertlilie
Vogelkirsche
Wilder Wein
Wolfsmilch
Mit Pflanzen gestalten
Das Pflanzenjahr im Garten
Pflanzen-Spezial: Bauernhortensie - 'Endless Summer'
Wissenswertes über Pflanzen
Tomatensetzlinge selber ziehen

Kartoffelrosen

 

Wir kennen in unseren Gärten viele Rosenarten und unzählige Züchtungen. Die Gattung Rosa bildet zusammen mit etwa 200 anderen Gattungen die Familie der Rosengewächse (Rosacea). Zu den engsten Verwandten der Rosen zählen fast alle unsere Obstarten. Ob Birne, Apfel, Pflaume, Kirsche, Nektarine, Quitte, Erdbeere, Brombeere oder Himbeere. Sie alle gehören der Familie der Rosacea an. Die Rosen selbst schenken uns ihre Vitamin-C-reichen Hagebutten. Man verwendet sie für Konfitüre, Sirup, Hagebuttenmark und für schmackhaften Tee.

 

Aus dem fernen Osten

 

Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) verdankt ihren bodenständigen Namen ihren ledrig-knittrigen Blättern. Ihre Blüten erscheinen Ende Mai. Bis in den September hinein finden sich immer neue Blüten am Strauch, die von weiß bis dunkelrosa changieren. Nach dieser langen Blütezeit entwickeln sich die großen roten Hagebutten, die nicht minder hübsch anzusehen sind. Dazu gesellt sich die üppige Herbstfärbung, die von leuchtend gelb bis strahlend orange wechselt. Der Fruchtschmuck bleibt lange erhalten und dient im Winter als Nahrung für die Vogelwelt. Gertrude Jekyll, die begnadete englische Gärtnerin, nannte die Hagebutten der Kartoffelrose „kleine runde Äpfelchen, die den Charme, die Anziehungskraft und die Faszination der Kartoffelrose noch verstärken“.

Um 1750 aus entfernten Weltgegenden mit klangvollen Namen wie Hokkaido, Sachalin, Kurilen und den Küsten von Kamtschatka zu uns gekommen, ist die Kartoffelrose längst Teil unserer Gartenwelt geworden.

 

Besondere Eigenschaften

 

Als besonders nützlich erweist sich die Kartoffelrose durch ihre Salzresistenz. An den Autobahnen trotzen sie allen winterlichen Salzgaben der Straßenmeistereien. Diese Eigenschaft machte die Pflanze zu einer der beliebtesten Gehölze im „Straßenbegleitgrün“. Dem Betrachter wird die Kartoffelrose dadurch oft überdrüssig, sieht man sie doch all zu oft.

 

An Nord- und Ostsee

 

Anlass zur berechtigten Sorge bereitet das große Vorkommen der Kartoffelrose an den Küsten der Nord- und Ostsee. Hier spricht man aus der Sicht der Ökologen von „Dominanzbeständen“. Ihre Salz- und Windresistenz sowie die Fähigkeit auch auf sandigen Böden zu gedeihen hat sie zum invasiven Gegenspieler heimischer Dünen-Flora werden lassen. Einst wurde sie wegen ihrer Fähigkeit lockere, salzhaltige Sande zu festigen in die Dünen gepflanzt. Wer die Strände Skandinaviens und Norddeutschlands besucht, ist entzückt vom Anblick der Kartoffelrosen, die zusammen mit dem grau-grünen Strandroggen (Leymus mollis) das Bild der Küstenlandschaft prägen. Man kommt nicht auf die Idee, dass die Rosen fremde Eindringlinge sein könnten, die der heimischen Natur stark zu schaffen machen. Sie passen so gut in die maritime Strandszenerie, dass ohne sie etwas fehlen würde. Doch die dichten Bestände rauben anderen Dünenpflanzen Platz und Sonnenlicht.

 

Die Kartoffelrose im Garten

 

Weniger bedrohlich zeigen sich die Rosen in unseren Gärten. Auf Steinwällen sind sie ein Motiv ländlicher Idylle - besonders im Norden. Aber auch als schlichte Wildrosenhecke bieten sie Einiges. Sie sind pflegeleicht und blickdicht. Man sollte sie im Mindestabstand von 50 Zentimetern setzten, am besten zweireihig, auf Lücke. Die Pflanzen werden bis zu 1,5 Meter groß. Alle zwei bis drei Jahre werden sie zu Dreivierteln eingekürzt oder gleich auf den Stock gesetzt. Danach treiben sie wieder rasch und freudig aus. Wer sich den Sichtschutz bewahren möchte, der sollte nur die überalterten Zweige herausschneiden, Blüten und Früchte entwickeln sich auch am jungen Holz.

Die Kartoffelrosen sind sehr resistent gegen Pilz-Krankheiten und auch der Frost kann ihnen wenig anhaben. Sie gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Zum Vermehren entnimmt man den Pflanzen Ausläufer, die sehr gut anwachsen. Dabei sollte auf eine Wurzelsperre nicht verzichtet werden, damit die Ausläufer in Schach gehalten werden.

 

Die Kartoffelrose bietet für alle Hagebutten-Liebhaber erstklassige Früchte zum Verarbeiten. Sie sind groß und leicht zu ernten.

 

Eine Auswahl der Sorten

 

'Rotes Meer', kaminrot, stark duftend

'Alba', reines Weiß

'Schneekoppe', weiß

'Baums Rokoko' rosa, stark duftend



















  

 

zur Startseite


Verwandte Themen:

 Pflanzenportraits

 Mit Pflanzen gestalten

 Typgerechte Pflanzenverwendung

 Gartengestaltung

 Möbel und Accessoires

 Terrasse & Balkon

 Gartenhaus, Zaun & Co.

 Wasser im Garten

 Licht im Garten

 Reiseziele Gartenkunst

 Service - Verandtaltungen, Gartenliteratur, Tipps & Co.