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Orchideen - Blühender Luxus für jedermann

 

Einst waren sie das exklusive Hobby von Adeligen und wohlhabenden Bürgern. Heute sind Orchideen längst kein Luxus mehr, sondern – ganz im Gegenteil – die hierzulande meist verkauften Zimmerpflanzen.

 

Schon im 19. Jahrhundert waren Orchideen ihrer exotischen Ausstrahlung wegen Prestige- Objekte und nur vermögenden Bürgern vorbehalten. Sie stillten die Sehnsucht nach fernen Ländern und brachten Ihren Besitzern eine Aura der Weltgewandtheit ein. Wo Nachfrage, da Geschäftmacherei: Handelsgärtnereien heuerten „Orchideenjäger“ an, die in Süd- und Mittelamerika nach immer neuen Pflanzen suchten. Die Folge dieser skrupellosen Geschäftemacherei waren geplünderte Tropenwälder und absurd hohe Preise: 1903 wurde eine Orchidee mit dem schönen Namen „Stern von Kolumbien“ um umgerechnet ca. 150.000 Euro verkauft. Die Heimat der allermeisten Orchideen sind die tropischen Regenwälder. Nahezu 90% sind dort zu Hause. Sie leben in den Kronen von Bäumen als Epiphyten (Aufsitzer) und ernähren sich ausschließlich aus der Luft, der sie Feuchtigkeit und Nährstoffe entnehmen. Während gängige Arten heute bereits in Supermärkten für wenige Euros erhältlich sind, werden seltene nach wie vor gesucht, zum Teil illegal ausgeführt und hochpreisig bezahlt.

 

Tipps zum Orchideen-Einkauf

 

Der Februar ist die Hauptblütezeit vieler Orchideen. In diesem Zeitraum ist das Angebot besonders groß und auch günstig. Am besten kauft man die Pflanzen direkt vom Züchter oder im Gärtnerfachbetrieb. Hier ist die Auswahl groß und die Beratung kompetent. Eine gute Einkaufsmöglichkeit, Beratung inklusive, bieten auch Orchideenausstellungen. Die meisten Knospen sollten zum Zeitpunkt des Kaufes bereits geöffnet sein. Geschlossene Knospen werden durch die Standortveränderung manchmal abgeworfen.

Wurzeln an den Spitzen hellgrau, silbrig, nicht vertrocknet. Blätter kräftig und straff, keinesfalls weich. Gesamte Pflanze frei von Schädlingen und Krankheiten. Beschriftung mit vollständigem Pflanzennamen. Pflegeanleitung inklusive. Transportieren Sie Orchideen in der kalten Jahreszeit immer gut verpackt.

Die kälteempfindlichen Pflanzen können bereits bei Temperaturen unter 5° C Schaden erleiden. Mehrere Lagen Papier oder Folie sind empfehlenswert. Seriöse Anbieter versenden Orchideen nicht, wenn Frostgefahr besteht.

 

Orchideen für den sicheren Einstieg

 

Orchideen brauchen mehr oder weniger große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht als Voraussetzung für die Blütenbildung. Für das normale Wohnzimmer mit einem Temperaturbereich von 20 bis 24° C eignen sich für den Einstieg Schmetterlingsorchideen (Phalaenopsis), Cattleya, Cymbidium oder die Frauenschuh-Orchideen (Paphiopedilum).

In der Nacht geht die Temperatur aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung am Fenster ohnehin zurück.

Keine pralle Sonne, keine Zugluft und keine stauende Nässe im Topf – das sind die drei wichtigsten Gebote für ein gutes Verhältnis zwischen Mensch und Orchidee.

Ost- und Westfenster sind für Orchideen ganzjährig ideal, Südfenster nur im Winter geeignet, denn direkte Sonneneinstrahlung durch das Fensterglas könnte die Orchideen verbrennen. An solchen Standorten muss zur Mittagszeit schattiert werden.

 

Gießen & Düngen

 

Gießen Sie je nach Bedarf und immer erst nach Kontrolle des Topfes ein- bis zweimal in der Woche. Sie können die Pflanze aber auch wöchentlich „tauchen“: Dazu den Topf für einige Sekunden zu 2/3 in ein großes Wassergefäß stellen, gut abrinnen lassen und in den Übertopf zurück stellen. Mit Ausnahme von Paphiopedilum und Cymbidium vertragen Orchideen kein kalkhaltiges Wasser. Verwenden Sie Regenwasser, kalkarmes Leitungswasser oder salzarmes, kohlensäurefreies Mineralwasser. Etwas Blähton oder Splitt im Übertopf oder Untersetzer verhindern, dass die Pflanze mit den Wurzeln im Wasser steht. Gleichzeitig kann überschüssiges Wasser verdunsten, wodurch die Luftfeuchtigkeit um die Wurzeln herum steigt. Luftfeuchtigkeit tut allen Orchideen gut – tägliches Besprühen ist sinnvoll.Die meisten Orchideen haben geringen Nährstoffbedarf. Am besten düngt man mit einem speziellen Orchideendünger – im Winter alle vier, im Sommer alle zwei Wochen. Bei normalen Düngern sollte die Konzentration halbiert oder gedrittelt werden

 

Umtopfen

 

Alle zwei bis drei Jahre wird in einen nur wenig größeren Topf umgesetzt. Die beste Zeit dazu ist der Frühling, wenn neue Wurzeln- und Triebe gebildet werden. Verwenden Sie dazu spezielle Orchideenerde. Blumenerde funktioniert nicht, denn sie ist zu nährstoffreich und hat keine ausreichende Luftkapazität für die empfindlichen Orchideenwurzeln. Und so geht´s: Durch leichtes Klopfen am Topfrand den Wurzelballen lösen, die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen, das alte Substrat entfernen und lediglich alte, faule Wurzeln wegschneiden. Für einen guten Wasserabzug 2 – 3 cm Drainageschicht in den neuen Topf einbringen (saubere Tonscherben oder Lecca). Die gesunden Wurzeln vorsichtig in den neuen Topf halten und dann mit Erde auffüllen. Luftwurzeln können, müssen aber nicht mit eingetopft werden, da die Orchidee auch über die Luftwurzeln Feuchtigkeit aufnimmt. Nach dem Umtopfen erst nach 10 bis 14 Tagen wieder kräftig gießen und erst nach einem Monat wieder düngen.

 

Und die Blüten?

 

Die meisten gehandelten Orchideen blühen zwischen einem und drei Monate lang. Den Rekord halten Phalaenopsis mit bis zu drei Monaten Blütezeit und zweimaliger Blüte im Jahr. Nach der Blüte den Blütenschaft an der Basis abschneiden, bei den Phalaenopsis-Arten über dem zweiten oder dritten Knoten von unten.

(Quelle: BesserWohnen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

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