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Die üppigen Blühmonate im Blumenbeet ziehen rasch vorbei. Je mehr das Jahr voranschreitet, desto wertvoller erscheinen die Pflanzen, deren Höhepunkt erst jetzt beginnt. Die Farben der Herbstastern verbinden sich da längst schon mit dem bunten Laub der Bäume und den warmen Ockertönen der Gräser.
Der goldene Herbst endet im dauerverregneten November, der mit seiner schweren Nässe den Winter einleitet. Bis dahin gehört das Perlkörbchen, das seinen Namen den kleinen weißen Blütenknöpfen verdankt, zu den besonderen Herbstschönheiten unserer Gärten.
Wertvoller Dauerblüher
Dabei beginnt die Staude ihre Blühsaison bereits im Juni (Bild oben links). Unzählige kleine Blütenköpfe krönen die Pflanze bis in den September. Danach trocknen die Blütenstände, was auf einen flüchtigen Blick kaum vom frisch-blühenden Zustand unterscheidbar ist (Bild oben rechts). Leuchtend hell wecken die glänzenden, pergamentartigen Blüten nun die Aufmerksamkeit im herbstlichen Beet bis das nasskalte Wetter sie schließlich unansehnlich macht.
Ideal für Trockensträuße
Das Perlkörbchen gehört mit seinen Trocknungs-Eigenschaften zu den idealen Pflanzen für die Trockenbinderei. Bereits im August schneidet man sie in voller Blüte und trocknet sie für den langen Winter wie Strohblumen.
sonnige Standorte
Viel Sonne und ein durchlässiger Boden sind die Grundvoraussetzungen für das Perlkörbchen. Es toleriert sommerliche Trockenperioden und bevorzugt alkalische Substrate.
Vermehrung
Da sie Ausläufer bilden, lassen sich die Pflanzen durch Abtrennung der kriechenden Rhizome vermehren. Auch die Vermehrung durch Teilung ist einfach und unkompliziert. Die Aussaaat ist möglich. Bei der Pflanzung genügen 5-7 Exemplare pro Quadratmeter.
In guter Gesellschafft
Aufgrund der graufilzigen Blätter passen die bekannten graublättrigen Pflanzen wie Salbei, Lavendel und Kugeldisteln als ideale Nachbarn zu Anaphalis.
Die ähnlich lang blühende Fetthenne (Sedum maximum) wird durch benachbarte Perlkörbchen in ihrem herbstlich-roten Blütenschmuck kontrastreich hervorgehoben (Bild rechts).
Auch für weißblühende Gärten kommt man am Perlkörbchen kaum vorbei.
Anaphalis margaritacea,
auch Silber-Immortelle genannt, ist eine der beiden Arten aus der Gattung Anaphalis (Familie der Asterngewächse: Asteraceae), die Einzug in die mitteleuropäischen Gärten gefunden haben. Die Pflanze wird 40-70cm hoch. Ihr Ursprung liegt in Ostasien und dem nördlichen Nordamerika. Dort als „Western pearly everlasting“ bekannt, wurde die Pflanze bereits von den nordamerikanischen Ureinwohnern als hilfreiche Medizinpflanze beispielsweise gegen Kopfschmerzen, Rheuma oder Erkältungskrankheiten eingesetzt.
Anaphalis triplnervis,
auch Perlpfötchen genannt, ist die zweite Art und etwas kleiner als Anaphalis margaritaccea. Sie wird etwa 25- 30 cm groß und stammt aus dem Himalaja. Ihre Größe und Trockenheitsresistenz macht sie zur ausgezeichneten Pflanze für den Steingarten. Sie bildet Teppiche, sodass man sie zu den bodendeckenden Stauden zählen kann. Ein idealer Nachbar ist die Schleifenblume Iberis sempervirens und Stachys byzantina, das Eselsohr.
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 Blatt im Detail
 Perlkörbchen im November
 Samenstände
 Fetthenne und Perklörbchen bilden ein perfektes Herbstduo
 Anaphalis margaritacea 'Neuschnee'
 Stachys ist guter Partner des Perlkörbchens
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