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| Perückenstrauch, Cotinus coggygria | |||
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In der Gartengestaltung lässt sich der Strauch fast überall einsetzen. Er passt in jeden Garten: Ob verwunschener Naturgarten oder kultiviert-repräsentativer Garten: Habitus, Blüten und Blattfarbe sind sehr auffallend und verändern sich stark im Verlauf der Jahreszeiten. Damit glänzt der Strauch auch an gewichtigen Stellen. Die weiche Strauchform macht ihn zur idealen Pflanze des Übergangs. Von der intensiv gestalteten Terrasse, hin zum naturnahen Gartenbereich und als Überleitung vom Garten zur Landschaft: Der Perückenstrauch macht überall eine ideale Figur.
Der Perückenstrauch ist in seiner Naturform grünlaubig. Er wurde bereits im 17. Jahrhundert in Kultur genommen und brilliert heute vor allem in rotlaubigen Gartenformen. Die grünlaubigen Formen sind auch für schattigere Orte interessant, während die buntlaubigen Varietäten volle Sonne bevorzugen, um das bei allen Perückensträuchern verbreitete, herbstliche Farbenspiel von gelborange bis scharlachrot auszubilden. Wohl fühlt sich der Strauch in fast allen Gartenböden. Auch im steinigen, trockenen Untergrund kommt der Flachwurzler sehr gut zurecht.
Die Einzigartigkeit des Perückenstrauchs hängt allerdings mit seinen auffälligen Blütenständen zusammen. Nach dem späten Laubaustrieb entwickeln sich die Blüten an langen Fruchtstielen. Die sehr kleinen Blüten sind hierbei eher unauffällig. Im Verlauf der nächsten Monate strecken sich die Fruchtstile und bilden fadenartige Haare aus. Im September und Oktober erscheint der gesamte Busch als weiches, wolkiges Gebilde. Ähnlich einer Perücke. In Amerika nennt man den Strauch daher „Smoke-tree“ oder auch „Smoke-bush“.
Der Perückenstrauch wird vor allem durch Absenker und durch Aussaat vermehrt. Die Erfolgschancen durch Stecklinge sind gering. Wer aber die Samen Ende August entnimmt und im nächsten Jahr aussäht, darf mit erfolgreicher Vermehrung des „wolkigen“ Strauchs rechnen.
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