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Perückenstrauch, Cotinus coggygria


Der Perückenstrauch (Cotinus coggygria) ist ein Wanderer zwischen den Welten. Seine Verbreitung reicht vom Mittelmeergebiet gen Norden bis in die Südalpen des Tessins und im Osten bis ins ferne China. Er gehört zur Familie der Sumachgewächse, die in den Tropen vorherrschen und zu denen auch die Mango, Pistazie oder die Caheynuss gehören. Der nahe amerikanische Verwandte (Cotinus obovatus), wird mit bis zu 12 Metern etwa 2-3 Mal so groß wie unser europäisch-asiatischer Perückenstrauch.

Perfekt für jeden Gartentyp

 

In der Gartengestaltung lässt sich der Strauch fast überall einsetzen. Er passt in jeden Garten: Ob verwunschener Naturgarten oder kultiviert-repräsentativer Garten: Habitus, Blüten und Blattfarbe sind sehr auffallend und verändern sich stark im Verlauf der Jahreszeiten. Damit glänzt der Strauch auch an gewichtigen Stellen. Die weiche Strauchform macht ihn zur idealen Pflanze des Übergangs. Von der intensiv gestalteten Terrasse, hin zum naturnahen Gartenbereich und als Überleitung vom Garten zur Landschaft: Der Perückenstrauch macht überall eine ideale Figur.

Rotes oder grünes Blattwerk?

 

Der Perückenstrauch ist in seiner Naturform grünlaubig. Er wurde bereits im 17. Jahrhundert in Kultur genommen und brilliert heute vor allem in rotlaubigen Gartenformen. Die grünlaubigen Formen sind auch für schattigere Orte interessant, während die buntlaubigen Varietäten volle Sonne bevorzugen, um das bei allen Perückensträuchern verbreitete, herbstliche Farbenspiel von gelborange bis scharlachrot auszubilden. Wohl fühlt sich der Strauch in fast allen Gartenböden. Auch im steinigen, trockenen Untergrund kommt der Flachwurzler sehr gut zurecht.

Vom Fruchtstand zur Perücke

 

Die Einzigartigkeit des Perückenstrauchs hängt allerdings mit seinen auffälligen Blütenständen zusammen. Nach dem späten Laubaustrieb entwickeln sich die Blüten an langen Fruchtstielen. Die sehr kleinen Blüten sind hierbei eher unauffällig. Im Verlauf der nächsten Monate strecken sich die Fruchtstile und bilden fadenartige Haare aus. Im September und Oktober erscheint der gesamte Busch als weiches, wolkiges Gebilde. Ähnlich einer Perücke. In Amerika nennt man den Strauch daher „Smoke-tree“ oder auch „Smoke-bush“. 

Eine alte Nutzpflanze

Bereits im Altertum war der Strauch als Färberpflanze bekannt. Das Epitheton „coggygria“ wurde bereits von Plinius für den Perückenstrauch verwendet und leitet sich von „kokkygea“ ab, mit der griechische Philosph und Naturforscher Theophrast einen Strauch zum Rotfärben benannte. Weitere deutsche Namen weisen bis heute auf die Nutzung als Färberpflanze hin: Färbersumach und Fisettholz gehören hierzu. Letzteres bezieht sich auf den Farbstoff „Fisetin“, der aus dem Kernholz gewonnen wird.

Vermehrung

 

Der Perückenstrauch wird vor allem durch Absenker und durch Aussaat vermehrt. Die Erfolgschancen durch Stecklinge sind gering. Wer aber die Samen Ende August entnimmt und im nächsten Jahr aussäht, darf mit erfolgreicher Vermehrung des „wolkigen“ Strauchs rechnen.

 

 


Herbstfärbung



Fruchtstände im Winter


Rotes Laub setzt sich vom übrigen Grün effektvoll ab.


Blüten


Der Perückenstrauch ist ein sehr guter Solitärstrauch.


Die kleinen Fruchtstände verwandeln sich später zu opulenten Gebilden.

  

 

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