weltdeswohnens
zum Warenborb Seite drucken Sitemap
home   >   Pflanzenwelt   >   Pflanzenporträts   >   Schwertlilie >
Pflanzenporträts
Gehölzkollektion 'noble & STRONG'
Rhododendron Kollektion Gristeder Neuheiten
Ratgeber für Hortensien
Bauernhortensie - 'Endless Summer'
Bitterorangen
Echinacea, der Scheinsonnenhut
Efeu
Elfenblumen
Erdbeeren
Geranium 'Rozanne'
Hortensien
Kartoffelrosen
Orchideen
Perlkörbchen
Perückenstrauch
Pfingstrosen
Silberstrauch
Sonnenhut
Stachys
Stockrosen
Tulpen
Schwertlilie
Vogelkirsche
Wilder Wein
Wolfsmilch
Mit Pflanzen gestalten
Das Pflanzenjahr im Garten
Pflanzen-Spezial: Bauernhortensie - 'Endless Summer'
Wissenswertes über Pflanzen
Tomatensetzlinge selber ziehen

Blühender Regenbogen für den Garten

 

Wenn eine Staude die Sammelleidenschaft von Gartenbesitzern weckt, dann ist es die Iris. Der aus dem Griechischen stammende Name bedeutet Regenbogen und könnte kaum treffender sein. Durch die Vielzahl der erhältlichen Farben können blühende Iris selbst unscheinbare Gärten in kleine Farbenmeere verwandeln. Die wegen ihrer schwertähnlichen Blätter im Volksmund auch „Schwertlilien“ genannten Stauden gibt es heute in Weiß, Apricot, Rosa, Rotbraun, Gelb, Blau oder Violett. Dazu kommen unzählige Sorten, die mehrere Farben kombinieren und dadurch sehr viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bieten. „Irispflanzen sind Mulitalente im Garten und sehr anpassungsfähig“, weiß Gärtnermeisterin Brigitte Stürzenhofecker von der Staudengärtnerei Zeppelin in Sulzburg-Laufen. Für Beete, die ohne viel Pflege auskommen sollen, empfiehlt sie vor allem die weit verbreitete und pflegeleichte Bart-Iris (Iris barbata).

 

Kleine Sorten machen den Anfang

 

Für Bart-Iris gilt: Je kleiner die Pflanzen sind, desto früher blühen sie auf. Die 20 bis 40 cm hoch wachsenden Sorten machen im April den Anfang. Im Mai folgen dann die mittleren Iris mit einer Wuchshöhe von 50 bis 70 cm bevor im Juni die Zeit der hohen Sorten mit einer Größe von bis zu 100 cm anbricht. Einige Iris blühen im September oder Oktober sogar ein zweites Mal. Generell zeichnen sich viele Iris-Sorten durch eine besondere Robustheit aus und gedeihen auch an Stellen, die für andere Pflanzen nicht in Frage kommen. Stürzenhofecker: „Bart-Iris vertragen Trockenheit und Sonne ebenso wie die Steppen-Iris (Iris spuria). Am Wasserrand und in Beeten mit eher frischem Boden fühlen sich die japanische Schwertlilie (Iris ensata) oder die sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) wohl.“ Die Blüte einer einzelnen Irissorte beschränkt sich auf zwei bis vier Wochen, in dieser Zeit ist die Iris aber voll präsent. „Die Blütezeit lässt sich verlängern, indem man verschiedene Irisarten und -sorten pflanzt“, so die Staudenexpertin. Sie empfiehlt etwa zu Bart-Iris graulaubige Pflanzen wie Lavendel, Katzenminze oder Heiligenkraut.

 

Das passt: Iris und Gräser

 

Auch Gräser passen gut zur Bart-Iris. Mit ihren fließenden Formen sorgen sie für einen spannenden Gegenpol zum eher ruhigen Erscheinungsbild dieser Iris. Als besonders gelungen beschreibt die Staudenexpertin Kombinationen mit Federngras (Stipa Barbata) oder Federborstengras (Pennisetum alopecuroides). Wichtig sei es, Gräser zu verwenden, die nicht wuchern. Mit diesen Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, ließe sich außerdem der Pflegeaufwand für das Gießen minimieren. „Dankbar sind Vermischungen mit Dauerblühern. Diese Pflanzen blühen im Sommer und verlängern so die Blütezeit im Beet bis in den Herbst hinein“, berichtet die Gärtnermeisterin. Kleinwüchsige Iris ließen sich auch mit Polsterstauden kombinieren. Gute Erfahrungen hat Stürzenhofecker mit Stauden wie Fetthennen (Sedum) oder dem Katzenpfötchen (Antennaria) gemacht. Wichtig sei aber, dass die Begleitpflanzen die Iris-Rhizome, also die knolligen Organe, aus denen die Stauden Blätter und Wurzeln bilden, nicht überwuchern.

 

Ein Hauch Schokolade

 

Unter den Bart-Iris gibt es spektakulär blühende Sorten. Beispielhaft dafür sind die gewellten, aprikosenfarbigen Blütenblätter der Sorte „Frimousse“, die einen staken Kontrast zu den himbeerroten Hängeblättern mit dem charakteristischen orangenen Bart bilden. Ebenfalls Aufsehen erregend: Die neue Sorte „Noctambule“, deren violette Hängeblätter ein gelbes Bärtchen tragen und zusammen mit den weißen Blütenblättern besonders edel wirken. So vielseitig wie die Farben und Formen der Iris ist auch ihr Duftspektrum. Die Staudenliebhaberin weiß: „Viele Sorten haben einen fruchtigen Duft, manche duften ausgesprochen nach Zitrone, wieder andere nach Schokolade oder Vanille. Vor allem bräunliche Sorten tendieren zu einem Schokoladenduft.“ Sorten, die besonders stark duften sind u.a. die veilchenblau blühende „Adrienne Taylor“ sowie die rosafarbene Sorte Iris „Helene C“.

 

Wussten Sie eigentlich, dass…nicht nur die Blüten vieler Irissorten duften? Bei der Sorte „Florentina“ (Iris germanica 'Florentina')  strömt sogar die ganze Pflanze (Blüte und Rhizom) einen intensiven Veilchenduft aus. Die Eigenschaft brachte ihr den Namen „Veilchen-Iris“ ein. Die weiß blühende Iris-Wildart wurde früher in großem Stil zur Gewinnung der nach Veilchen duftenden Rhizome angebaut. In Frankreich wird diese Iris noch heute wegen der Aromastoffe kultiviert. Die getrockneten Rhizome werden als Veilchenwurzeln vertrieben und zu  allerlei Körperpflegeprodukten verarbeitet. Das getrocknete Rhizom hat durch seine schmerzlindernde Wirkung übrigens vielen Kindern beim Zahnen geholfen und war für die Florentiner Ausgangspflanze ihrer berühmten Veilchenpastillen. Doch man muss nicht zwingend die Rhizome der „Florentina“ ernten, um in den vollen Genuss der Pflanze zu gelangen. Auch ihre edle weiße Blüte, die sich im Mai an 70 cm langen Stielen zeigt, duftet angenehm blumig, würzig und frisch.

 

Staudentipp des Monats:

 

Gärtnermeisterin Brigitte Stürzenhofecker gibt folgende Tipps, damit Bart-Iris im Garten lange blühen und gedeihen: „Iris im Topf können von März bis Oktober gepflanzt werden. Die Rhizome der Iris sollten flach eingepflanzt und nur wenig mit Erde bedeckt werden. Drücken Sie die Pflanze fest an und wässern sie einmal gründlich, weiteres gießen ist in der Regel nicht nötig.“ Sie warnt vor Staunässe bei manchen Iris: „Vor allem bei Bart-Iris und Steppen-Iris führt Wasser, das nicht ablaufen kann, zu Fäulnis und Pflanzenausfällen.“ Ein gut durchlässiger Boden ist deshalb Voraussetzung für den Kulturerfolg. Die Düngung sollte mit Bedacht erfolgen. Hohe Stickstoffgaben machen die Pflanzen anfälliger für Fäulnis und Pilzkrankheiten. Die Staudenexpertin empfiehlt daher Iris mit einem ausgewogenen, eher kalibetonten Dünger im März zu versorgen und eine Nachdüngung im Juni vorzunehmen. Wenn die Blüte nachlässt, sollten alle vier bis fünf Jahre vor allem großblumige Iris aufgenommen, geteilt und wieder eingepflanzt werden. Dadurch verjüngt man die Pflanzen und sorgt wieder für neue Blütenfülle. Das Laub hat auch im Winter eine dekorative Wirkung und braucht nicht zurück geschnitten werden. (BdS/ZVG)

 

 

 

Blume des Jahres 2010:
Iris sibirica
 

Die Iris sibirica, auch als sibirische Schwertlilie bekannt, ist von der Stiftung Naturschutz Hamburg und von der Stiftung Loki Schmidt zur Blume des Jahres 2010 ausgerufen worden. Ihre Bestände an Naturstandorten gehen durch Trockenlegungen und Nutzung zurück.

 

 

 

  

 

 

 

 

  

 

zur Startseite


Verwandte Themen:

 Pflanzenportraits

 Mit Pflanzen gestalten

 Typgerechte Pflanzenverwendung

 Gartengestaltung

 Möbel und Accessoires

 Terrasse & Balkon

 Gartenhaus, Zaun & Co.

 Wasser im Garten

 Licht im Garten

 Reiseziele Gartenkunst

 Service - Verandtaltungen, Gartenliteratur, Tipps & Co.