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Die duftenden blau-violetten Blütenrispen blühen von Juli bis Oktober. Aber Gerade jetzt, wo schon vieles andere verblüht ist, sorgt die ungewöhnliche Pflanze im Garten für einen guten Auftritt. Dem filigranen, hellgrauen Laub, verdankt die Pflanze auch ihren deutschen Namen.
Westasiatische Wurzeln
Obwohl der Silberstrauch in Europa schon länger gärtnerisch bekannt ist und bereits von der berühmten englischen Gärtnerin Gertrude Jekyll (1843-1932) geschätzt wurde, entdeckten die Gartengestalter die Perowskie erst so richtig ab den 90er Jahren. Seither gilt sie als einer der Leitpflanzen moderner Pflanzenverwendung und bringt südlich-mediterranen Flair in unsere Gärten. Dabei kommt die Pflanze, die auch Russischer Salbei genannt wird (englischer Name: Russian Sage) weder aus Russland noch aus dem Mittelmeergebiet, sondern aus Westasien, in einem Verbreitungsgebiet von Afghanistan bis Iran. Sein Duft und die Blütenform aber erinnert an den Salbei und auch die Blätter verströmen einen angenehmen Geruch und machen den Silberstrauch zu einer idealen Pflanze für den Duftgarten.
Ein Halbstrauch für das Staudenbeet
Die Perowskie zählt zu den Halbsträuchern, das heißt, nur der Grundstock der Pflanze verholzt, während die meisten jungen Triebe im Winter zurückfrieren. Im Frühjahr schneidet man die alten Pflanzenteile bis zum Boden zurück. Im Verlauf des Jahres wird der Strauch dann zwischen einem halben und einem Meter groß.
Der sparrige, locker aufrecht wachsende Silberstrauch ist ein guter Teamplayer. Im Quartett mit Salbei, Katzenminze und Lavendel entsteht ein mediterranes, üppiges Blütenbild. Aber auch andere graublättrige Pflanzen wie der Strandhafer oder Ziest (Stachys) bilden gute Mitspieler.
Der Boden sollte durchlässig sein, denn die Pflanze verträgt nur schlecht große winterliche Staunässe. Der unkomplizierte Silberstrauch toleriert alle frischen bis trockenen, nicht zu nährstoffarmen Gartenböden. Dabei sollte er vollsonnig bis halbschattig stehen. Gut kommt er mit sommerlicher Hitze und Trockenheit zurecht.
Verwendung in der Gartengestaltung
Malerisch verwischt der Silberstrauch durch den lässigen Schwung seiner sparrigen, locker gespreizten Äste steife Linien und Grenzen im Garten. An breiten Wegen, Treppen, an Rasen oder Terrasse gepflanzt, kommt er voll zur Geltung und verwöhnt Augen und Nase zugleich.
Moderne Gartengestalter nehmen sich die die Natur zum Vorbild. Großflächige, stabile und pflegeleichte Pflanzungen, die sich an den Naturräumen der nordamerikanischen Prärie orientieren, halten Einzug in Park und Gärten. Dabei werden großzügig bemessene Gruppen oder gar Massen einzelner Arten in geschwungenen Arrangements, sogenannten Drifts, zusammengepflanzt, Wie im Beispiel oben rechts aus dem Frankfurter Palmengarten zu sehen ist, fügt sich der Silberstrauch in eine solche Pflanzung vorzüglich ein und lässt viel Raum für Experimente.
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