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Stachys byzantina, der Wollziest


Die heimischen Namen so vieler Pflanzen drücken oft die Zuneigung und Wertschätzung früherer Generationen aus. Ob Tausendschönchen oder Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen oder Jelängerjelieber – neben diesen altbekannten wohlklingenden Namen gesellen sich auch Hasenohr, Eselsohr oder Schafsohr.

Alle drei sind Synonyme für den Wolligen Ziest, dessen lateinischer Name 'Stachys byzantina' geradezu technisch daherkommt: 'Stachys' bedeutet 'Frucht' oder 'Ähre'. 'Byzantina' beschreibt die räumliche Nähe des alten Byzanz zur Heimatregion des Wollziestes. Aus dem gebirgigen Kaukasus der Türkei, Armeniens und des Irans stammt die Pflanze mit den silbrig-wolligen Blättern und dient bereits seit langer Zeit in mitteleuropäischen Bauerngärten und Blumenbeeten als wertvoller Bodendecker und Blattschmuckpflanze.

Mit dem Wollziest verwandt ist der heimische Heil-Ziest (Stachys officinalis), der als eine der wichtigsten Medizinkräuter des Mittelalters diente.

Immer attraktiv

Die Pflanze gibt zu jeder Gartenzeit eine gute Figur ab, selbst im Winter ist sie im Garten präsent. Ihre grauplüschigen Blätter bilden das gestalterische Hauptthema der Pflanze. Als Bodendecker wirken die Hasenohren auf großer Fläche stets frisch und kontrastieren gut durch die neutral grau-helle Blatttönung zu fast allen anderen Beetstauden. Im zeitigen Frühjahr sollte man die wenig vitalen Blätter entfernen und damit den neuen 'Eselsohren' Raum geben.

Die Blüten

Die im Juli und August an 40 cm hohen Stilen erscheinenden kleinen rosa Blüten sind als Schmuck von untergeordnetem Interesse. Sie können sogar stören, darum werden sie oft bereits vor der Blüte abgeschnitten. Den Bienen und Hummeln tut man damit sicherlich keinen Gefallen. Als Stachys byzantina 'silver carpet' ist eine Sorte im Handel, die ohne Blütenstände auskommt.

Standort

Die wollig zottigen Pflanzen mit dem hübschen und gemütlichen Namen wünschen sich in unseren Gärten ähnliche Bedingungen wie im kargen, oft heißen Ursprungsland. Im Halbschatten und voller Sonne gedeihen sie gut auf durchlässigen eher armen Böden. Der große Feind des Wollziestes ist die Staunässe, die den Wurzeln und den fleischig-pelzigen Blättern zusetzt. Wintertrockener, sandiger Boden bietet hierfür Abhilfe. Auch Dünger sollte generell ferngehalten werden.

Wuchs und Vermehrung

Der Wollige Ziest ist ein starker Bodendecker, der aber nicht zu sehr wuchert. Am besten gewährt man ihm einige Freiheiten, denn sein leicht ausufernder mattenartig kriechender Wuchs umspielt gerne andere Pflanzen, die damit zumeist ganz gut zurecht kommen. Durch Teilung vermehrt man die Pflanze, die gut anwächst. Trotz ihres sanften, verletzlichen Aussehens sind die Eselsohren sehr zäh und ertragen auch einen harten Umgang ohne Schaden zu nehmen.

Gestaltungstipp

Zuletzt ein Gestaltungs-Tipp des englischen Garten-Schriftstellers Beverley Nichols (1898-1983) aus seinem Buch 'Gartenbummel' (Garden open today, 1963):

„Wenn Sie in Ihrem Garten irgendwo einen Flecken mit grauen Steinen gepflastert haben, so sehen daneben nur wenige Pflanzen hübscher aus als der reizende Wollige Ziest, auch Hummelsaug oder Schafsohr (lambs' ear) genannt, mit jenen weichen, pelzigen Blättern, an denen Kinder so gern ihre Nase reiben.“

 

Hummel- und Bienenweide

 

 

Rosen sind perfekte Mitspieler

 

 

Der Wollziest im Herbst

  

Im Vergleich: Der Heilziest

 

 

Grau in Grau: Mit der Schafgarbe im Duett.

  

 

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