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Wir kennen in unseren Gärten zwei Arten von Wildem Wein. Beide lassen sich hervorragend zur Begrünung von Mauern und Pergolen verwenden. Die hier vorgestellten Beispiele zeigen, was gestalterisch in ihnen steckt.
Zum einen gibt es die nordamerikanische Parthenocissus quinquefolia, die Selbstkletternde Jungfernrebe und zum andern die ostasiatische Parthenocissus tricuspidata, im Deutschen auch Dreispitzige Jungfernrebe genannt. Beide Arten stammen aus der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae).
Parthenocissus quinquefolia
Die Dreispitzige Jungfernrebe ist ein Kletterstrauch mit Haftscheiben. Jedoch benötigen sie Kletterhilfen, wie Rankgitter oder Pergolen. Im Herbst überrascht die Pflanze mit ihrem roten Weinlaub, allerdings lässt sie im Frühjahr mit dem Laubaustrieb lange auf sich warten und verliert im Herbst zeitig ihr Blattwerk. Da sie wie die andere sehr lange blattlos ist, ist es interessant sie mit Efeu zu kombinieren.
Die Jungfernrebe ist auch als Bodendecker interessant. Ihre Ranken begrünen selbst versiegelte Flächen und so können sie auch Flachdächer mit einem Temperatur ausgleichenden Blätterdach begrünen.
Das linke obere Bild zeigt die Wallhänge der BuGa 2001 in Potsdam. Im Herbst taucht die Jungfernrebe die geneigten Flächen in ein tiefes Rot. Zuvor aber spielt der Salbei im Kontrast mit Türkischem Mohn die gestalterische Hauptrolle.
Parthenocissus tricuspidata
Die Selbstkletternde Jungfernrebe ist für die Wandbegrünung sehr zu empfehlen, denn sie benötigt weder Rankhilfen noch wächst sie wie der Efeu buschartig in die Breite. Die Blätter bedecken Wände in einer Gleichmäßigkeit, die an Fischschuppen erinnert. Der gepflegte Eindruck verbindet sich gut mit einem südlich romantischen Flair. (Bild oben zentral und rechts)
Intensive Herbstfärbung
Für die intensiven Rottöne sollten beide Arten aber sehr sonnig stehen. Ist der Standort schattig, gedeiht der Wilde Wein nicht gut und die Herbstfärbung präsentiert sich in einem unscheinbaren fahlen Gelb.
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