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Der Neue Garten in Potsdam

 

In der Potsdamer Gartenlandschaft markiert der Neue Garten einen Epochenwechsel. Als Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) von seinem verstorbenen Onkel Friedrich dem Großen (1712-1786) die preußischen Regierungsgeschäfte übernahm, ließ der neue König 1787 auf einem Grundstück am Heiligensee einen Park im neuen Stil des englischen Landschaftsgartens gestalten. Die große Zeit des Barock und des spätbarocken Rokoko war endgültig vorbei. Das Sanssouci Friedrich des Großen gilt als meisterlicher Schlusspunkt dieser vergangenen Zeit.

 

Ländliches Ideal

 

Friedrich Wilhelm II. ließ von Johann August Eyserbeck (1762-1801) den Neuen Garten (neu im Vergleich zu Sanssouci) nach dem Vorbild der Anlagen in Wörlitz gestalten. Die neue Gartenkunst inszenierte eine ländliche Idylle, frei wachsende Bäume und kleine Baumgruppen auf grünen Wiesenflächen verliehen der Anlage ihren Reiz. Weidende Kühe bereicherten die ländliche Szenerie und versorgten die parkeigene Meierei mit Milch.

 

Gartenrundgang

 

Der heutige Besucher erreicht den Park durch die Toranlage im Westen. Die Torhäuser wurden im Holländischen Stil aus roten Ziegeln errichtet, die sich entlang der Parkachse zum Marmorpalais auch in den Wohnhäusern der Bediensteten wiederfinden.
Am Marmorpalais angekommen, steht der Besucher vor dem repräsentativen Schloss Friedrich Wilhelm II., das dieser vom Architekten Carl Gonthard (1731-1791) in den Jahren 1787 bis 1791 erbauen ließ. Der Frühklassizismus fand mit dem Bau des Marmorpalais Einzug in die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft.
Die Orangerie, die von 1791-1793 erbaut wurde, wird am Portal durch eine ägyptische Sphinx geschmückt und berherbergt die exotischen Pflanzen des Parks. Der Besucher findet im Park weitere Kleinarchitekturen aus der Entstehungszeit. Der als Pyramide gestaltete Eiskeller erinnert daran, dass der König Mitglied eines Freimaurerordens war. In der kleinen Gotischen Bibliothek am südlichen Parkende am Ufer des Heiligensees war die Büchersammlung Friedrich Wilhelm II. untergebracht.

 

Ein Werk des jungen Peter Joseph Lenné

 

Sein Sohn, Friedrich Wilhem III. (1770-1840), übernahm 1797 die preußische Regentschaft. Nach  Abzug der französischen Besatzung im Jahre 1808, kam es 1816 dem jungen Peter Joseph Lenné (1798-1866) zu, den verwilderten Garten wiederzubeleben. Er schuf einen großzügigen Landschaftspark mit wohlinszenierten Wegen, von denen sich immer wieder Sichtachsen zu den Parks in Sacrow, Babelsberg, Glienicke und zur Pfaueninsel ergeben.

 

Schloss Cecilienhof

 

Hundert Jahre später, am Ende der Regierungszeit Wilhelm II. (1859-1941) wurde das letzte von den Hohenzollern erbaute Schloss im Neuen Park gebaut. Das im englischen Tudorstil errichtete Schloss Cecilienhof war bis zum Ende des 2. Weltkrieges Wohnschloss von Kronprinz Wilhelm und seiner Gemahlin Cecilie. 1945 fand auf Schloss Cecilienhof die Potsdamer Konferenz statt, in der die drei hauptalliierten Siegermächte USA, Sowjetunion und Großbritannien nach dem Sieg über Nazi-Deutschland ihr weiteres Vorgehen besprachen. Schloss Cecilienhof ist heute als Museum zu besichtigen. Wie im Juli und August 1945 blüht ein roter Stern aus Blumen im Innenhof des Schlosses.

 

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