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Schaugarten Karl-Foersters in Potsdam-Bornim

 

Kaum drei Kilometer entfernt von Preußens schillerndstem Gartenkunstwerk, dem Schlosspark Sanssouci, liegt im Potsdamer Stadtteil Bornim eine blühende Perle der modernen Gartenkunst des 20. Jahrhunderts verborgen. Hier schuf der Pflanzenzüchter, Philosoph des Gärtnerns und Gartenarchitekt Karl Foerster einen Ort, der seit 1910 weit über seine Gartentore hinweg in die Welt hinausstrahlt.

 

Karl Foerster

 

Karl Foerster wurde 1874 in Berlin geboren. Sein Vater war der damals hochangesehene Astronom Wilhelm Foerster, enger vertrauter Alexander von Humboldts, nach dessen Anregung Wilhelm Foerster Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin die erste Volkssternwarte der Welt, die Urania, mitbegründete.

 

Kindheit und berufliche Anfänge

 

In der behüteten Kindheit entdeckte Karl Foerster die Liebe zum Gärtnern. Was als kleiner „Kindergarten“ im Garten der Sternwarte begann, sollte später  zur eigenen kleinen Gärtnerei in Berlin-Westend führen und schließlich in Bornim die weltweit geachtete Staudengärtnerei mit dem 6000 qm großen Schau- und Versuchsgarten werden. „Folge deinen romantischen Anwandlungen- Aber konsequent“ gab ihm sein Vater, der Astronom, dabei mit auf den Weg. Seine Wegmarken sind etwa 370 Züchtungen, 30 Bücher und ungezählte Publikationen in Zeitschriften, von denen „Die Gartenschönheit“ von ihm selbst ins Leben gerufen wurde.

 

Der Pflanzenzüchter

 

Foerster begeisterte sich für Blumen, in denen er die höchste Schönheit der Erde sah, „denn bis auf diesen Tag hat die Erde nichts Schöneres hervorgebracht als die Blumen.“ Sein fast hundertjähriges Schaffen widmete er nichts Geringerem als der Steigerung und Verbreitung dieses Schönen.

 

 „Das Gute bricht sich aber keineswegs selber Bahn, sondern man muss fortwährend neue Mittel suchen, ihm Bahn zu brechen, und darf sich in keiner Weise auf die automatische Weltverbreitung guter und bester Dinge durch ihren eigenen Wert verlassen.

 

In der Pflanzenzucht manifestierte sich sein fortschrittlicher Glaube an eine „Kulturblüte“, in der das Miteinander der Menschen dereinst gerechter sein wird. Eine geglückte Züchtung erschien ihm als neuartiges Lächeln, „ein neuentdecktes Glück, das sich allerorten freigiebig verbreitet, bis zur Tür der ärmlichen Hütte“.

 

Foerster rang der Natur unentdeckte Schönheiten ab. Diese Schönheit reicht höher als die Summe gärtnerischer Einzelaspekte einer Pflanze. Sein humanistisches Ideal sah im Wissen keinen Endzweck, in seiner Wissenschaft kein bloßes höher-schneller-weiter, sondern „ein Mittel zu höherem Schauen, Denken und Gestalten.“

 

Der Schaugarten

 

Der Schaugarten in Bornim ist das lebendige grüne Vermächtnis von Karl Foerster. Heute steht das Haus Foersters wie vor hundert Jahren inmitten des großen Schaugartens mit seinem berühmten Senkgarten. Ein Goldfischteich in dessen Mitte bildet den Ruhepunkt, um den die Blütenpracht vieler Züchtungen Foersters zu bestaunen sind.

 

Der heutige Zustand lässt wenig von den geschichtlichen Brüchen erkennen, weil vieles zur Bundesgartenschau 2001 in Potsdam wiederhergestellt wurde.

 

Marianne Foerster

 

Heute kümmert sich die Marianne-Foerster-Stiftung um das Anwesen mit Haus und Garten. Marianne Foerster, die Tochter von Karl Foerster, lebt seit 1990 wieder im väterlichen Haus, nachdem sie zuvor als Gartenarchitektin im Ausland tätig war. Die Tore des Gartens stehen ganzjährig von 9-19 Uhr offen. Marianne Foerster freut sich über die Gäste in ihrem Garten, der so im Sinne von Karl-Foerster als Inspirationsquelle für Gartenliebhaber in aller Welt dient. „Warum sollte man sich sonst die Mühe für diesen schönen Garten machen, wenn die Menschen ihn nicht sehen könnten?“, sagt die rüstige Mitsiebzigjährige.

 

Karl-Foerster-Stauden GmbH

 

Gleich nebenan, ist wie schon 1910 die Staudengärtnerei beheimatet, die nach schwerer Umbruchzeit nach der Wende wieder fast so viele Stauden, darunter viele Züchtungen Foersters, wie zu ihrer Blütezeit anbietet.  

 

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