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Der Schlosspark Babelsberg

 

Am östlichen Havelufer Potsdams, am Tiefen See gelegen, erstreckt sich auf einer Erhebung der 124 ha große Landschaftspark Babelsberg. Abseits touristischen Massenbetriebes erlebt der Besucher einen der schönsten Parkanlagen Berlin und Potsdams.


Der Park, im Stile des Englischen Gartens, umfasst freie Rasenflächen, blühende Wiesen, Baumgruppen und kleine Waldflächen. Geschwungene Wege passen sich der gestalteten Topografie an und überraschen bei einem Spaziergang mit vielen Aussichtspunkten, Parkstaffagen und Naturschönheiten. Die Architektur des Schlosses ist nach englischem Vorbild gestaltet und versetzt den Besucher gedanklich auf die Britischen Inseln.

 

Schloss von Wilhelm I.

 

Park und Schloss Babelsberg wurden als Anwesen für den preußischen Prinzen Wilhelm (1797-1888) und dessen Gemahlin Prinzessin Augusta (1811-1890) ab 1833 errichtet. Der Prinz (ab 1858 preußischer König) übernahm 1871 die deutsche Kaiserwürde bis zu seinem Tod im Dreikaiserjahr 1888. Wilhelms Bruder, Carl, hatte bereits zehn Jahre zuvor den benachbarten Park und Schloss Glienicke bezogen.

 

Lenné und Fürst Pückler

 

Für die Parkgestaltung zeigte sich ab 1833 Peter Joseph Lenné (1789-1866) verantwortlich. Im Stile des englischen Landschaftsgartens schuf der preußische Gartenkünstler  auf Grundlage der vorgefundenen Topographie eine sorgfältig modellierte Parklandschaft mit geschwungenen Wegen, Aussichtspunkten und Pleasureground am Schloss, welches im gleichen Jahr von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) errichtet wurde. Nach Differenzen zwischen Lenné und seinen Auftraggebern, vor allem mit Augusta, übernahm 1843 Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871) die weitere Umgestaltung des Geländes und ergänzte die Lennésche Planung. Der Hofgärtner Otto Ferdinand Kindermann erweiterte den Park in den sechziger Jahren.

 

Berliner Mauer im Park

 

Nach dem Ersten Weltkrieg ging das Anwesen in den Besitz des preußischen Staates über. Einschneidend wirkte sich der Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 aus. Das Areal befand sich nun im unzugänglichen Grenzbereich. Während Park und Schloss Babelsberg auf DDR-Gebiet lagen, befand sich der benachbarte Glienicker Park in West-Berlin. Die Glienicker Brücke gegenüber dem Park Babelsberg erlangte Berühmtheit durch den Austausch von Spionen zwischen Ost und West. Nach 1989 ist der Park wieder für jedermann zugänglich. Park und Gebäude werden seither saniert.

 

Die Parkarchitekturen

 

Wichtigstes Gebäude des Parks ist das Schloss, das Schinkel im neogotischen Stil entwarf. Am Ufer der Havel liegt das „kleine Schloss“, das ebenfalls 1833 erbaut wurde und 1841  im Stile der Tudor-Gotik verändert wurde. Es diente als Wohnsitz Friedrich Wilhelms, dem Thronfolger Wilhelms I. Ludwig Persius (1803-1845), ein Schinkelschüler, entwarf das „Kleine Schloss“ ebenso wie das Dampfmaschinenhaus 1843, durch das eine 40 Meter hohe Fontäne in der Havel erzeugt wurde.

 

Die Gerichtslaube befindet sich seit 1871 im Park. Unter Zuhilfenahme originaler Teile aus dem 13. Jahrhundert errichtete Heinrich Strack (1805-1880) das kleine Backsteingebäude, in dem sich eine Teestube befindet. Die historischen Elemente stammen vom alten Berliner Rathaus, das 1860 dem Neubau des heutigen „Roten Rathauses“ weichen musste.

 

Das Matrosenhaus in der Nähe wurde, wie auch der Flatow-Turm, der weithin sichtbar auf einer Anhöhe steht, von dem Schinkelschüler Strack entworfen. Der 56 Meter hohe Wohnturm verweist gestalterisch auf den mittelalterlichen Eschersheimer Turm in Frankfurt am Main und komplettiert die neogotische Ausrichtung der Architekturen im Babelsberger Park.

 

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