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Der Schlosspark Charlottenburg

 

Das Charlottenburger Schloss ist seit dem Abriss des Berliner Stadtschlosses in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts das wichtigste bauliche Denkmal der Hohenzollernmonarchie in Berlin. Wie das Stadtschloss wurde es im Krieg stark zerstört, wurde jedoch danach wiederaufgebaut. Das elegante Schloss mit seiner ungewöhnlichen Kuppel und der Schlossgarten zeugen seither wieder gleichermaßen von barocker Lebensfreude und dem freien Geist des englischen Landschaftsgartens.

 

Die Parkgestalt

 

Das weitläufige Parkareal teilt sich in mehrere Bereiche. Wer vom Schloss aus den Garten betritt, dem eröffenet sich der beeindruckende Blick auf das dem Barock nachempfundene Gartenparterre mit seinen aufwendig verspielten und gut gepflegten Blumenbeeten. Im Westen schließen sich die Boskettgärten an, kleine intime Heckenräume unter schattigen Bäumen. Am Ende des Parterres liegt der Karpfenteich, dem ein kleiner Hafen an der Spree angefügt ist. Mit dem Teich beginnt auch der englische Landschaftsgarten, der sich gestalterisch durch sein freies Wegenetz, die romantisch verstreut gepflanzten Baumgruppen und üppigen Wiesen vom strengen barocken Gartenteil in Schlossnähe abhebt.

 

Historischer Überblick

 

Die Ursprünge des Charlottenburger Schlosses reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Damals schenkte Friedrich III von Brandenburg (1657-1713), der sich 1701 zum ersten preußischen König krönen ließ und von da an Friedrich I. von Preußen genannt wurde, seiner Gemahlin Sophie Charlotte eine Sommerresidenz vor den Toren der Stadt Berlin. Die Einweihung des Schlösschens wurde 1699 gefeiert.

 

Französischer Barockgarten und spätere Umgestaltungen

 

Der Schlossgarten wurde von Siméon Godeau als französischer Barockgarten angelegt. Als Sophie Charlotte 1705 im Alter von nur 37 Jahren verstarb, wurde zu ihren Ehren das Schloss und das benachbarte Dorf in Charlottenburg unbenannt. Bis zu seinem Tode erweiterte der Regent das Schloss, unter anderem durch die weithin sichtbare Schlosskuppel. Sein Nachfolger, Friedrich-Wilhelm I (1688-1740), auch der Soldatenkönig genannt, vernachlässigte das Anwesen zugunsten der preußischen Armee. Dessen Sohn Friedrich II. (1712-1786), den man später den „Großen“ nennen sollte, residierte bis zur Fertigstellung „seines“ Potsdamer Schlosses Sanssouci in Charlottenburg. Weitere Ergänzungen kamen hinzu, das barocke Parterre wurde zeitgemäß im Stile des Rokoko umgestaltet. Nach dessen Tode 1786 veranlasste Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) den Umbau des Schlossgartens in einen romantischen Landschaftspark. Als Vorbild standen die Wörlitzer Gartenanlagen Pate. Den Bosketts wurde eine freiere Form gegeben und das Gartenparterre in ein Pleasureground mit Rasen umgewandelt. Zu jener Zeit wurde das Teehaus im nördlichen Teil der Anlage errichtet. Keinem Geringeren als Carl Gotthold Langhans, dem Schöpfer des Brandenburger Tores, kam diese planerische Aufgabe zu.

 

Das Mausoleum Königin Luises und Schinkel-Pavillion

 

Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), seit 1797 König von Preußen,  ließ 1810 ein Mausoleum für seine früh verstorbene Gemahlin Königin Luise (1776-1810) im Schlosspark errichten. Von Christian Daniel Rauch (1777-1857) stammt die berühmte Grabskulptur des Sarkophags. 1824/25 wurde der Park durch den neuen Pavillion von Schinkel ergänzt.

 

Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg

 

Nach den weitreichenden Zerstörungen des 2. Weltkrieges entschloss man sich, das barocke Gartenparterre wiederherzustellen, da es zu diesem Zeitpunkt in Deutschland nur noch wenige Zeugen dieser großen Epoche der Gartenkultur gab. Vor einigen Jahren wurde der Park umfassend renoviert und präsentiert sich seither wieder in bestem Zustand.

 

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