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| Das Sowjetdenkmal im Treptower Park | |||
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Die Gedenkstätte befindet sich nahe der Spree im Treptower Park, einem der größten Volksparks der Stadt. Die 10 Hektar große Anlage ist ein Ort sowjetischen Heldengedenkens und Soldatenfriedhof zugleich. Das Kriegsende in Berlin kostete in den zwei letzten Wochen Ende April 1945 mehr als 70 000 Menschen das Leben. Von den 26 000 gefallenen sowjetischen Soldaten fanden 7000 in Treptow ihre letzte Ruhestätte.
Monumentale Formensprache
Die monumentale Formensprache des 1949 eingeweihten Ehrenmals ist vom Geschichts- und Kunstverständnis der stalinistischen Ära geprägt. Neben dem Personenkult um Josef Stalin wird der Anspruch der Ausschließlichkeit des Sieges über den deutschen Faschismus deutlich.
Der Rundgang
Der Besucher gelangt über einen massiven Triumphbogen aus grauem Granit in das innere der Anlage. Hier, am westlichen Ende der Zentralachse des Mahnmals, stellt eine Pietà die Trauer um die gefallenen Söhne der Sowjetunion dar. Ein mit Trauerbirken gesäumter Weg führt hinauf zu zwei als gesenkte sowjetische Fahnen stilisierten Pylonen aus rotem Granit. Von dort eröffnet sich der Blick über das abgesenkte Gräberfeld, das an den Seiten von jeweils acht Steinsarkophagen flankiert wird, deren Reliefs die Geschichte des „Großen Vaterländischen Kriegs“ beschreiben und an deren Stirnseiten Zitate Josef Stalins angebracht sind. Abschluss und gestalterischer Höhepunkt am Ende der Längsachse ist der auf einem acht Meter hohen Hügel stehende „Große Soldat“. Die Bronzeskulptur stellt, in der Hand ein mächtiges Schwert locker haltend, im Arm ein Kind beschützend, einen siegreichen Rotarmisten dar.
Im deutsch-sowjetischen Nachbarschaftsvertrag von 1992 ging die Verantwortung und Pflege der sowjetischen Gedenkstätten in die Obhut der Bundesrepublik über. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen konnten bis 2006 abgeschlossen werden und so präsentiert sich die Kriegsgräberstätte heute wieder als würdiger Ort des Totengedenkens.
Der Treptower Hafen und die Insel der Jugend
Vom Treptower Hafen aus kann man mit dem Schiff die östlichen Wasserwege Berlins erkunden. Ein Spaziergang an der Spree entlang bis zur Insel der Jugend, einem kleinen Spree-Eiland, lohnt sich ebenfalls. Die Insel erreicht man über eine Fußgängerbrücke. Heute ein technisches Denkmal, wurde sie 1915 als erste deutsche Stahlbetonbrücke errichtet.
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