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Die Gärten von Malta


Vom Flugzeug aus betrachtet ist Malta mit seinen zwei Nebeninseln ein beigefarbener Felsen im endlos blauen Mittelmeer. Der helle Kalkstein prägt Landschaft und Architektur. Inmitten des subtropisch trockenen Mittelmeerklimas findet der Besucher aber dennoch grüne Gartenoasen, die einen Abstecher vom Bade- oder Sprachurlaub Wert sind.  

 

 

Zwischen Sizilien und Libyen liegt der kleinste aller EU-Staaten. Seit der Antike wurde das strategisch wichtige Malta von fremden Herrschern regiert: Phönizier, Griechen, Römer, Vandalen und Araber diktierten zuerst die Geschicke der Insel.

Als christlicher Vorposten gegen die islamischen Araber wurde Malta ab 1530 vom Malteserorden zur wehrhaften Festung ausgebaut. Die Franzosen nahmen 1798 unter Führung Napoleons die Insel ein, wurden aber bereits zwei Jahre später von den Briten abgelöst.

Bis 1964 war Malta britische Kronkolonie. Unabhängig geworden trat die Republik Malta im Jahre 2004 der EU bei und führte 2008 den Euro als Zahlungsmittel ein.

Englisch ist neben Maltesisch Amtssprache. Und auch der Linksverkehr erinnert noch an die britische Kronkolonie.


Alte britische Telefonzelle
in der Hauptstadt Valetta.


Argotti Botanic Garden


Unter dem schützenden Dach mächtiger alter Ficus-Bäume, eingeteilt in regelmäßige Pflanzbeete, kleine Orangerien und Nebengärten, zeigt der botanische Garten auf  gerade mal 4500qm die Vielfalt der mediterranen Pflanzenwelt. Etwas versteckt am Rande der Bastionen Valettas und weitgehend unbeachtet von den nahegelegenen Touristenströmen, besuchen nur Wenige diese Schatzkiste südlicher Gartenkultur.

Man klingelt an der eisernen Gartenpforte, damit man gegen bescheidene drei Euro Einlass findet. In der Mitte des Gartens liegt ein kleines rundes Wasserbecken, umgeben von einer blühend bewachsenen Pergola. Von drei Seiten wird der Garten von Gebäuden und Orangerien eingefasst. Auf einem der Dächer befindet sich die Kakteensammlung. (Siehe Foto oben Mitte) Von hier oben aus kann man in den üppig bewachsenen Garten blicken. Die schlichten Gartenwege sind dicht mit Blumentöpfen und Pflanzen aller Art gesäumt. Katzen ruhen im Schatten, Gärtner topfen um und wässern beständig den Garten. Was heute der Gartenschlauch erledigt, wurde früher über kleine Wasserkanäle gespeist, die als Reste noch allerorten zu sehen sind.

Der Botanische Garten in Floriana ist kein Ort touristischer Inszenierung, sondern ein lebendiger Ort der Pflege der Pflanzenwelt. Daraus speist sich ein ungeschliffener authentischer Charme, der zwischen baulicher Vernachlässigung und intensiver Pflege der Pflanzen schwankt.

Ort der Wissenschaft

In einer entspannten Mischung aus wertvollen historischen Steintöpfen, unzähligen klassischen Tontöpfen bis pragmatischen Kunststoffbehältern werden hier die Pflanzen nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten vermehrt und gepflegt. Sammeln und Bewahren. Es ist ein Ort der Kontemplation und Forschung zugleich: hier werden bedrohte Pflanzen Maltas nachgezogen. Eine Samenbank sichert deren Existenz auch für die Zukunft. Die Universität von Malta betreibt den Botanischen Garten und begleitet von hier aus Naturschutzprojekte in ganz Malta.

Gartenjuwel mit britischen Wurzeln

Der Garten entstand als Privatgarten bereits 1740. Damals herrschte der Malteserorden über die Insel. Ein Großmeister der Ordensgemeinschaft und damit der oberste Amtsträger ließ den Garten neben seiner Sommerresidenz errichten. Nach der Verdrängung des Ritterordens folgten die gartenbegeisterten Briten. Da Malta kein Ort für englischen Rasen und Landschaftsgärten ist, richteten die Briten im Argotti-Garten einen Botanischen Garten ein, der bis heute Bestand hat.  

Öffnungszeiten

Argotti Botanical Gardens, University of Malta
Vincenzo Bugeja Street, Floriana
Mo.-Fr. 9-14 Uhr
Eintritt 3 Euro


Mittelachse des Gartens.


Aloe-Sammlung


Nymphaeum: Aus der
Enstehungszeit des Gartens.


Wertvolle alte Steintöpfe


Eine der vielen Blumentreppen


Upper und Lower Barrakka Gardens


Nur ein paar hundert Meter von einander entfernt zählen diese beiden Gärten zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Valettas.

Upper Barrakka Garden

Der obere Garten, der Upper Barrakka Garden, liegt auf dem höchsten Punkt der Wehranlagen und bietet eine grandiose Aussicht über den Grand Harbour und die drei Städte Vittoriosia, Senglea und Cospicui. Wer etwas Entspannung vom steinernen Häusermeer Valettas sucht, kann von hier oben aus in Ruhe die großen Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe und Yachten auf dem Wasser beobachten und sich vom historischen Kiosk ein Erfrischungsgetränk gönnen. Die Aussicht wird durch eine umlaufende Doppelarkade gerahmt, die in früheren Zeiten mit einem Dach versehen war.

Der Garten wurde 1661 von den Johannitern italienischer Muttersprache auf der St. Peter und Paul-Bastion errichtet, die in der Nähe ihre Herberge hatten und für die Sicherheit dieses Befestigungsabschnittes zuständig waren. Der wehrhafte Ursprung zeigt sich noch heute um Punkt zwölf Uhr. Die Noon Day Gun, lautes Kanonenfeuer, wird unmittelbar unter dem Barrakka Garden abgefeuert.

Lower Barrakka Garden

Der Lower Barrakka Garden auf einer tieferen Terrasse ist gärtnerischer geprägt als der Upper Barrakka Garden. Auch hier findet sich die umlaufende Arkade mit beeindruckendem Blick auf den Grand Harbour. Mittelpunkt des Gartens ist ein antikisierender Tempel zu Ehren Alexander Balls, dem ersten britischen Gouverneur Maltas.

Öffnungszeiten

Die Gärten sind in den Sommermonaten bis Einbruch der Dunkelheit kostenfrei zugänglich.




Grandioser Ausblick über den
Grand Harbour.


Offener Arkandengang der
Upper Barrakka Garden.


Mausoleum in den Lower
Barrakka Garden.


San Anton Gardens


Eine Viertel Stunde Busfahrt von Valetta entfernt liegt der Amtssitz des maltesischen Präsidenten. Bereits Alexander Ball leitete von hier aus seine Amtsgeschäfte. Im 17. Jahrhundert wurden der Palast und die angrenzenden Gärten von einem Großmeister des Johanniterordens als Sommerresidenz errichtet.

Die barocke Struktur mit ihren regelmäßigen Gartenpartien ist bis heute erhalten. Zahlreiche Wasserspiele, Teiche mit Schwänen und Vogelvolieren bereichern den Garten. Frei laufende Pfauen durchstreifen den Garten, der bereits seit 1882 frei zugänglich ist und mit zahllosen botanischen Raritäten aufwartet. 

Öffnungszeiten

Der Hauptgarten ist kostenfrei zugänglich, andere Bereiche sind dem Präsidenten vorbehalten.


Amtssitz des maltesischen
Präsidenten.


Ficus-Bäume in der Haupt-
achse des Gartens.