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Great Dixter House & Garden in East Sussex


In Großbritannien hat die Gartenkunst einen besonders hohen Stellenwert. Wie in keinem anderen Land ist das Gärtnern hier Teil der Lebensart. Im Garten wird die britische Nähe zur Natur und die Hinwendung zur Tradition lebendig. Im Great Dixter Garden verschmilzt der formale, architektonische Garten mit der für England typischen Pflanzenfülle zu einer faszinierenden Symbiose aus Architektur und Natur.

Wer den Ärmelkanal bei Dover überquert, hat gleich zu Beginn seiner Englandreise zwei besondere Gärten in unmittelbarer Reichweite, die beide zu den absoluten Highlights auf den britischen Inseln zählen: Sissighurst Castle Garden und Great Dixter Garden, keine 20 Kilometer voneinander entfernt, unweit der englischen Südküste gelegen.

Das architektonische Grundgerüst, die Gartenräume von Great Dixter, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Sir Edwin L. Lutyens (1869-1944), einem Architekten der englischen Arts- and Craftsbewegung, gestaltet. Lutyens entwarf für den Besitzer des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Hauses im Tudorstil einen formalen Garten, der sich, ähnlich wie die Gärten der englischen Renaissance, abwechlungsreich in verschiedene Einzelräume unterteilt. Der Sohn des Gartenbesitzers, Christopher Lloyd, verbesserte und perfektionierte den Garten kontinuierlich bis zu seinem Tod im Jahre 2006, ohne die gestalterischen Ziele Lutyens zu verlassen.

Die Arts- and Craftsbewegung in England

Ausgangspunkt für die Arts-and Craftsbewegung, einer britischen Erneuerungsbewegung im Kunsthandwerk, der Architektur und der Gartenkunst um 1900, war die Abkehr von den vorherrschenden Gestaltungs-Auffassungen des 19. Jahrhunderts. Im Garten standen nicht mehr eintönige Teppichbeete und exotische Pflanzensammlungen im Vordergrund. In den Arts- and Craftsgärten wie Great Dixter manifestiert sich eine neue, ehrfürchtige Haltung gegenüber der Natur, sowie den handwerklichen und architektonischen Traditionen des Landes.

Die wichtigsten Gartenpartien werden im Folgenden näher beschrieben:









Sunken Garden


Der mit Hecken, Mauern und Gebäuden umschlossene Senkgarten wird von einem Wasserbecken im Zentrum dominiert. Wasserpflanzen lassen das Becken wie ein Pflanzbeet erscheinen, in dem sich die Sonne spiegeln kann. Üppige Blumenbeete gruppieren sich um diesen gestalterischen Mittelpunkt, der sicher zu den schönsten Eindrücken in Great Dixter zählt. 


Walled Garden


Der von einer Mauer umschlossene kleine Gartenteil schließt sich dem Senkgarten an. Ein besonders geglücktes Pflastermotiv bildet den Boden, auf dem verschiedene Topfpflanzen immer wieder neu und je nach Blühaspekt arrangiert werden können. Einst ein Gartenraum mit Rasen, wurde der Walled Garden erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts unter der Leitung von Christopher Lloyd in den heutigen Zustand versetzt. (siehe auch Bild oben links)


Orchard


Der Große Obstbaumgarten (engl.: Orchard) ist ein typisches Motiv der Arts- and Craftsgärten. In der Obstbaumwiese gedeihen verschiedene Apfel- und Birnensorten und prägen das ländliche Erscheinungsbild des Gartens. Bunte Wiesenblumen verleihen diesen vom Haus entfernten Gartenpartien ihre heiter ungezwungene Atmosphäre. Graswege sind in die Wiesen hineingemäht - eine einfache und schöne Art der Wegeführung.


Long Border


Entlang einer breiten architektonischen Hecke zieht sich das Long Border, ein breites Blumenbeet, in üppiger Blütenfülle entlang des Orchards. Hier entwicklete Christopher Lloyds ungewohnliche Pflanzkombinationen. (Siehe auch Foto oben links)

nächster Garten

Weiterer Garten von Lutyens: Parc du bois des Moutiers/Normandie

Weitere Garten in Südengland: Sissinghurst