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André-Heller-Garten am Gardasee, Italien


Kunst und Natur fließen im „Heller Garten“ zu einem diesseitigen Paradiesgarten zusammen. Wer den „Giordano Botanico Arturo Hruska“ betritt, dem öffnet sich eine kleine Welt, in der kulturelle und natürliche Kraftlinien verschmelzen. Hier, am Westufer des oberitalienischen Gardassees, trifft mitteleuropäische auf mediterrane Natur. Es gedeihen sowohl wärmeliebende Orangenhaine und Olivengärten als auch die an Kälte angepasste Pflanzenwelt des Nordens. André Heller schuf aus einem botanischen Garten einen Ort der Kunst und Natur.

Fin de siècle im Savoy

Das kleine Gardone mit seinen nicht einmal 3000 Einwohnern nutzte seine begünstigte Lage und entwickelte sich um 1900 zu einem beliebten Kurort. Aus dieser Zeit stammt das legendäre Grand-Hotel Savoy, das den adeligen Nordeuropäern ein wärmendes Refugium fern des kalten Winters ihrer Heimat bedeutete. Noblesse und Grandezza waren im Kurbetrieb Gardones zu Hause.

Botanischer „Weltgarten“ des Arthur Hruska

Der rennomierte Zahnarzt Arthur Hruska (1880-1971), der auch den letzten russischen Zaren und mehrere Päpste zu seinen Patienten zählte, schuf an diesem von der Natur so verwöhnten Ort seinen botanischen Traum eines „Weltgartens“. Auf 10 000 Quadratmetern sähte er Samen von Bäumen und Blumen aus allen 5 Kontinenten. Der Weltgarten „Giordano Botanico Arturo Hruska“ entwickelte sich ab 1913 bis zum Tod des Mediziners 1971. Danach versank der Garten in einen 17-jährigen Dornröschenschlaf.

Garten Heller

Als André Heller, der österreichische Kulturmanager, Aktionskünstler, Chansonnier und Dichter, das Anwesen zum ersten Mal sah, stand die ehemals stolze venezianische Villa des Zahnarztes desolat und mit eingestürztem Dach in einem verwilderten Garten voller Unkraut. Heller erwarb das Anwesen im Jahre 1988 und machte sich daran, den Garten wiederzuerwecken. Aus dem „Giordano Botanico Arturo Hruska“ entwickelte sich mit der Zeit seine zweite Identität, der „Garten Heller“.

Weltkunst im Weltgarten

Neben Weltnatur gesellt sich Weltkunst als zweites Gesicht des Gartens. Dabei ist die Natur nicht nur der formale grüne Rahmen der Kunstwerke. Kunst und Botanik, Kultur und Natur durchdringen sich gegenseitig und bilden ein Miteinander dieser heute oft konträren Spähren. Der Garten bildet damit einen harmonischen Gegenentwurf zur allgemeinen Zerstörung der Natur durch den Menschen. Indische Skulpturen und Objekte von Roy Lichtenstein, Keith Haring und Mimmo Paladio bevölkern neben vielen anderen Kunstwerken den geheimnisvollen Weltgarten des Arthur Hruska. Riesenfarne, Teiche mit Koi-Karpfen, künstlicher Nebel im Bambushain, kleine Felslandschaften mit Wasserfällen - 60 000 Gäste besuchen jährlich diesen Zauberwald, nur 30 Minuten von Verona und etwas über eine Stunde vom Stadtzentrum Mailands entfernt.

Der Garten ist von März bis Oktober von 9-19 Uhr für Besucher geöffnet.