weltdeswohnens
zum Warenborb Seite drucken Sitemap
Vom Musikfest bis zum Heimattag - Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe
Parkanlagen mal anders – Welcher Stil darf es sein?
Berlin-Potsdam-Spezial
Künstlergärten
André-Heller-Garten am Gardasee
Millesgården, Lidingö in Schweden
Malergarten Max Liebermann
Künstlergarten Dior in der Normandie
Gartenschauen
Die Gärten von Malta
Die Gärten von Alfàbia auf Mallorca
Die Gärten des Château de Boutemont, Normandie
Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, Weinheim
Trelissick Garden in Cornwall
Hestercombe Gardens in Somerset
Schlossgarten Frederiksborg in Dänemark
Lanhydrock Garden in England
Great Dixter House & Garden in England
Botanischer Garten Göteborg, Schweden
Orto Botanico Palermo, Italien
Klostergarten Neuzelle
Wörlitzer Gartenreich
Staatspark Wilhelmsbad Hanau
Prinz-Georg-Garten in Darmstadt
Palmengarten Frankfurt/Main
Palácio de Queluz, Portugal
Schlosspark Aschaffenburg
Villa d'Este in Tivoli bei Rom
Jardins de Castillion-Plantbessin
Sissinghurst Castle in England
Bois des Moutiers/Normandie
Wackerbarths Ruh bei Dresden
Der Garten von Mehrin
Isola Bella im Lago Maggiore
Barockpark Großsedlitz in Sachsen
Wilhelma in Stuttgart
Luisenpark Mannheim
Grugapark Essen
Fürst Pückler Park in Bad Muskau
Drottningholm bei Stockholm
Quinta da Regaleiro, Portugal
Klostergarten Seligenstadt

Der Millesgarten in Lidingö bei Stockholm

 

In Stockholm sind Wasser und Natur allgegenwärtig. Die schwedische Hauptstadt breitet sich über eine Vielzahl größerer und kleinerer Inseln aus. Im Bereich der Altstadtinsel geht der große Mälarsee allmählich in die salzige Ostsee über. An dieser Schnittstelle zwischen Kultur und Natur, Wasser und Land, See und Meer, befindet sich vor der Stadtgrenze Stockholms auf der Insel Lidingö das künstlerische Gesamtkunstwerk des Bildhauers Carl Milles (1875-1955). Mit Blick auf Stockholm liegt der Millesgarden auf den Herserudsklippan hoch über dem See Värtan.

 

Der Künstler Carl Milles

 

1906 kaufte der Künstler zusammen mit seiner Frau Olga, einer gebürtigen Österreicherin und ebenfalls Künstlerin, dieses Stück Land und sie ließen zwei Jahre später darauf ein Haus mit Atelier errichten. In den kommenden zwanzig Jahren wurde das Haus durch Anbauten ergänzt und das Gartengelände mehrfach erweitert. Der künstlerische Erfolg Milles, der ihn zu einem der bedeutendsten Künstler Schwedens des 20. Jahrhunderts machte, führte ihn von 1931-1950 in die USA. Dort lehrte er als Professor an der Cranbrook Academy of Art in Michigan. Bereits seit 1936 widmete sich eine Stiftung um den Erhalt des Millesgården. Der Künstler vermachte darin dem schwedischen Volk das Anwesen. Ab 1950, nach zwanzig Auslandsjahren in den USA, lebte das Künstlerpaar wieder im Haus in Lidingö. Carl Milles starb am 19. September 1955. Das Grab von Carl und Olga Milles befindet sich auf dem Anwesen.

 

Die Gartenstruktur

 

Der Garten erinnert an italienische Gärten der Renaissance. Zahlreiche Terrassen und Treppen vermitteln zwischen dem hochgelegenen Künstlerheim und der unteren großen Terrasse, die 1950 gestaltet wurde und auf der einige monumentale Nachbildungen herausragender künstlerischer Werke Milles aufgestellt sind. Schwedische Kiefern erinnern an südliche Pinien. Wasserbecken mit kleinen und großen Fontänen schmücken geräuschvoll sprudelnd den Künstlergarten; Auf dem Wasser treiben duftende Rosenblüten. Die vielen Terrassen, Nischen und Gartenräume sind gartenkünstlerischer Rahmen für die Skulpturen von Carl Milles.

 

Das Milles-Museum

 

Das Haus des Künstlerehepaars ist für die Gartenbesucher geöffnet und beherbergt das Milles-Museum. Hier kann man das große Atelier des Künstlers bestaunen, in dem zahlreiche Gipsmodelle und fertige Kunstwerke zu sehen sind. Das winzige Frühstückszimmer hat nur Platz für zwei, dafür aber einen atemberaubenden Blick über den den Värtansee. Milles hat im Laufe seines Lebens eine beachtliche Kunstsammlung zusammengetragen, die Skulpturales von der Antike bis ins Mittelalter umfasst und die im Haus präsentiert wird. Im kleinen Atelier befindet sich die Dauerausstellung zu Leben und Werk von Olga Milles und ihrer Schwester Ruth, ebenfalls eine Künstlerin. Ein benachbartes Café mit traditionell schwedischen Kuchen lädt die Besucher zu einer Rast ein. Hier kann man in Büchern durch Milles Leben und Werk stöbern.
Seit 1999 flankiert eine Kunsthalle die große untere Terrasse. Werke schwedischer und internationaler Künstler werden hier ausgestellt und verknüpfen den historisch gewordenen Millesgården mit der Gegenwartskunst. Im Museumsshop findet der kunstbewusste Besucher allerlei Künsterlisches.

Der Künstergarten von Carl und Olga Milles ist ein gartenkünstlerisches Gesamtkunstwerk, dass auf keiner Stockholmreise fehlen sollte. Gerade die gegenseitige Durchdringung von Natur und Kunst, Garten und Kunst ist hier in einer einzigartigen Weise geglückt.

 

nächster Künstlergarten