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Lanhydrock in Cornwall


Südengland ist reich an Gartenkultur. Durch den Golfstrom bleibt Cornwall an der südwestlichen Landspitze Englands weitgehend von winterlichen Minustemperaturen und Frost verschont. Subtropische Pflanzen gedeihen hier und vereinen süd- mit nordeuropäischer Gartenkunst. Ausgeglichene Temperaturen und der sprichwörtliche englische Regen sorgen für üppiges, gesundes Pflanzenwachstum.


Lenhydrock ist eines der am besten erhaltenen Anwesen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Unverfälscht zeigt sich hier, was die britische Gartenkunst des viktorianischen Zeitalters ausmachte.  Das dreiflügelige Herrenhaus ist umgeben von einem formalen Garten, dessen Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, als das Landhaus erbaut wurde. Haus und formaler Garten liegen eingebettet in einem ausgedehnten Landschaftsgarten, der schließlich in die hügelige, kleinstrukturierte Landschaft Cornwalls übergeht.

Heute erstrahlt das Anwesen im Glanz des viktorianischen Zeitalters. Als das Herrenhaus der Familie Agar-Robartes im Jahre 1881 in Teilen einem Feuer zum Opfer fiel, ließen die Besitzer das Haus wieder herstellen und mit gestalterischen Neuerungen der Zeit ausschmücken.

Ein gedanklicher Gartenrundgang führt Sie zu den einzelnen Gartenbereichen:





Der Landschaftsgarten


Von der Eingangspforte des Anwesens, das seit 1961 vom englischen National Trust betreut wird, erreicht der Besucher das Herrenhaus über eine Allee aus alten, knorrigen Eichen. Hier ist man bereits mitten im Landschaftsgarten und es kann passieren, dass eine Herde schwarz-weißer Kühe den Weg verstellt.

Majestetische alte Bäume und kleine Baumgruppen zieren die weiten Wiesenflächen des landschaftlichen Gartensteils. Blickachsen zu den sanften Hügeln Cornwalls schaffen räumliche Weite und verbinden das Anwesen mit der Landschaft.


Der formale Garten


Eine mit Zinnen bewehrte Mauer aus grauem Granit umschließt den formalen Garten, der das direkte Umfeld des Herrenhauses bildet. Über ein Torhaus aus dem 17. Jahrhundert erreicht man diesen geschützten inneren Garten. Akkurat gepflegter englischer Rasen, präzise ausgeführte Bodenmodellationen und geschnittene Säulen-Eiben flankieren den Weg zum Innenhof der U-förmig angeordneten Gebäudeteile. Ein Rasenrund in der Mitte des Hofes und immergrüne Magnolien an den Hauswänden sind die einzigen Elemente des schlichten Hofes.

Seitlich vom Herrenhaus befindet sich das mit Teppichbeeten bepflanzte Parterre, ein typisches Motiv englischer Gartenkunst der viktorianischen Ära. Kleine Buchsbaumhecken umfassen die einzelnen Beetbereiche, die mit flachen Stauden bepflanzt sind. Bronze-Vasen bilden den Mittelpunkt der Parterrebereiche.




Kirche St. Hydroc und exotische Pflanzensammlung


Die wie das Herrenhaus in hellem Granit ausgeführte Kirche befindet sich wenige Meter vom Herrenhaus entfernt. Hier schließt sich der mit einer Vielzahl von Rhododendron, Magnolien und Kamelien bepflanzte Hang hinter dem Herrenhaus an.

Eine Sammlung exotischer Pflanzen gehörte im 19. Jahrhundert zum selbstverständlichen Teil eines herrschaftlichen Gartens. Das Klima macht es möglich, dass hier auch Pflanzen aus südlichen Regionen gedeihen. Die exotischen Pflanzen zeigten das Selbstverständnis des britischen Empires, das Ende des 19. Jahrhunderts auf der Höhe seiner Macht und territorialen Ausdehnung stand. Pflanzen aus der ganzen Welt sollten den imperialien Einfluss Großbritanniens in der Welt spiegeln.  

Als besonderer Höhepunkt zeigt sich in diesem Gartenbereich der "Staudenkreis", ein runder, mit Hecken umschlossener und in vier Teile geteilter Staudengarten, dessen ursprünge in die 1920er Jahre zurückreichen. (Siehe Bild oben links)





Vom Kleinen zum Großen


Die Gartenanlage von Lanhydrock zeigt sich als idealtypische Abfolge von Außenräumen, die, beginnend mit dem Innenhof des Herrenhauses, über den formalen Garten und den Landschaftsgarten, einen stufenweisen Übergang vom Haus zur kornischen Landschaft schafft.


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