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Palácio de Queluz: Rokokogarten in Portugal

 

„Welch ein Licht“, der Name Queluz umschreibt die festlich-heitere Stimmung des Sommerpalastes des portugiesischen Königshauses Braganza, das 1747-1794 nur 15 Kilometer nordwestlich von Lissabon errichtet wurde. Das von Mateus Vicente de Oliveira (1706-1785) entworfene Schlossensemble, dessen architektonischer Eindruck gern mit Sanssouci in Potsdam verglichen wird, doch ungleich größere Ausmaße misst, ist heute Gästehaus des portugiesischen Staates. Wer sich hierher auf den Weg macht, sollte sich zuvor in der Touristeninformation erkundigen, ob Staatsbesuch im Sommerschloss logiert. Falls nicht, erwartet den Besucher das vielleicht schönste Schloss Porugals, dessen ausgedehnte Schlossgärten, gestaltet nach dem Versailler Vorbild Le Notres, ebenfalls zu den beeindruckendsten des Landes gehören.

 

Der Rundgang

 

Der Besucher betritt den Rokokogarten über den Thronsaal des Schlosses. Ein weites Parterre mit geschnittenen Buchsbaumhecken und einem Wasserbecken mit heiteren Wasserspielen empfangen den Gartenbegeisterten. Ein weiteres, noch größeres Parterre schließt sich an; Wasserspiele und barocke Heckenmuster bilden das gärtnerische Pendant zum wohlproportionierten Sommerschloss, das den Parterren zu zwei Seiten einen architektonischen Rahmen gibt. Künstlerisch wird die Anlage durch steinerne Figuren und wertvolle Vasen bereichert.

 

Azulejos, die portugießischen Fliesen

 

Angelegt wurde der Garten von Jean Baptiste Robillion, der zur üblichen Ausstattung von Gärten des Rokoko auch spezifisch portugiesische Elemente in die Gestaltung mit aufnahm. So finden sich, wie so oft in Portugal, fliesenverkleidete Mauern im Garten von Queluz wieder. Eine Besonderheit ist diesbezüglich ein 115 Meter langer und einige Meter breiter Wasserkanal, der von einem aufgestauten Bachlauf gespeist wird. Dieses Bassin diente dem adligen Königshaus zum unbeschwerten Angeln und Bootfahren. Verkleidet ist das Becken durch portugiesische Fliesen, den Azulejos.

 

 

In den äußeren Bereichen des Gartens beschirmen stattliche Bäume das Areal, das durch ein Netz von Wegen zum Lustwandeln einlädt und bei dem sich immer wieder neue Blickachsen und überraschende Ausschmückungen offenbahren. Kleine intime Gärten wie das Rosenparterre bereichern den Palastgarten.

 

 

Auch wenn der Park mehr Pflege verdient hätte ist er unbedingt sehenswert. Queluz, eine ansonsten unwirtliche Satelliten-Vorstadt Lissabons, entschädigt seine Gäste durch einen der schönsten Rokokoanlagen der iberischen Halbinsel.