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Quinta da Regaleiro, Portugal
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Quinta da Regaleiro, Portugal

 

Nur etwa dreißig Kilometer von der portugiesischen Hauptstadt entfernt, liegt das romantische Kleinstädtchen Sintra inmitten einer für Portugal üppigen Waldregion unweit des Atlantiks. Der klimatisch bevorzugte Ort wurde von der portugiesischen Königsfamilie bis zur Revolution im Jahre 1910 als Sommerresidenz genutzt. Der Sommerpalast „Palácio Nacional da Sintra“ bildet den Kern der Weltkulturerbestätte. Weitere Schlösser und eine hoch über dem mittelgebirgigen Sintra thronende Burgruine aus der Maurenzeit ergänzen das architektonische Ensemble.

 

In Sintra befindet sich einer der geheimnisvollsten und schönsten Parks der iberischen Halbinsel: Das Anwesen „Quinta da Regaleiro“. Der Geschäftsmann Carvalho Monteiro (1848-1920) ließ sich, in Brasilien zu Geld und Ansehen gekommen, von 1898 bis 1912 ein prachtvolles Anwesen errichten. Hauptverantwortlicher Architekt war der Italiener Luigi Manini, der sich sowohl als Bühnenbildner, Maler und Architekt einen klangvollen Namen in jener Zeit machte.

 

Götter und Sagen

 

Der Garten ist ein Abbild des Kosmus mit einer Abfolge von geheimnisvollen und spirituellen Orten. Szenen aus dem Paradies, sowie Symbolisches aus der Unterwelt wechseln sich ab. So gelangt man in ausgedehnte Höhlen und Grotten und steigt den 27 Meter tiefen unterirdischen Turm hinab. Diese monumentale Treppe in die Tiefe birgt eine Fülle esoterischer und psychologischer Bilder. Die griechische Mythologie findet sich auf der „Terrasse der Götter“ mit den Statuen von Fortuna, Orpheus, Venus und Flora wider. Die Mission der Tempelritter findet ebenso seinen Platz wie die Geheimnisse der alchemistischen Kunst zur Erlangung der Erkenntnis, die Ars Magna. Eine Symphonie in Stein, die Poesie und Psychologie vereint.

 

Die Manuelinik

 

Der Baustil der Kapelle und der Villa ist eng mit der Geschichte Portugals verbunden. Zur Zeit der großen Entdeckungen durch Seefahrer wie Vasco da Gama gelangte das kleine iberische Land im 15. und 16. Jahrhundert zu großen Reichtümern aus den „novos mundos“. Architektonisch schlug sich diese Blütezeit in überaus reich verspielten Baudetails und Ornamenten wider. Der später als Manuelinik bezeichnete architektonische Stil jener Jahre wurde Vorbild für die Villa. Die historistische Neo-Manuelinik in leuchtend hellem Stein zeigt Details aus der Welt der Seefahrer, wie Schiffstaue und Meerestiere, die virtuos kombiniert mit gedrehten Säulen zum reichen Bauschmuck beitragen. Die Villa mit ihren Zinnen, Kuppeln, Spitzen und Türmchen erinnert an ein Märchenschloss aus Kinderbüchern.

 

Ein Park für die ganze Familie

 

Die Quinta da Regaleiro ist ein „fabelhafter“ Ort auch für ganz junge Besucher, die sich sonst weniger schnell für Architektur und Gärten begeistern lassen. In der Villa befindet sich eine geschickt inszenierte Ausstellung über die Entwicklungsgeschichte des Ortes. Eine Kulturstiftung kümmert sich seit den neunziger Jahren um das Anwesen. Der Eintritt für das Anwesen kostet 5 Euro.