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Ziegelstein, Buchsbaum und Wasser: Diese drei Begriffe bestimmen den Eindruck des heiter-nordischen Schlossgartens auf der dänischen Insel Seeland. Nur etwa 30 kilometer nördlich der Hauptstadt Kopenhagen entfernt und einige Kilometer westlich vom Öresund, der Meeresstraße zwischen Dänemark und Südschweden gelegen, gilt Schloss Frederiksborg als bedeutendster Bau der nordischen Renaissance.
Holländische Renaissance
Umgeben von Wasser, auf einem Archipel aus drei kleinen Inseln, erhebt sich das rote Backsteinschloss mit seinen fein abgestimmten Sandsteinornamenten, hohen Giebeln und dem grün patinierten Kupferdach in den weiten nordischen Himmel.
Die Ursprünge der Anlage reichen zurück ins Jahr 1560 als der dänische König Frederik II, nach dem das Schloss bis heute benannt ist, an dieser Stelle die ersten Gebäudeteile errichten ließ. Das heutige Erscheinungsbild wurde aber vor allem durch seinen Sohn, Christian IV., geprägt, der im Stile der holländischen Renaissance die Anlage erweitern ließ. Ein Brand im Jahr 1859 zerstörte weite Teile des inneren Schlosses, das mit Hilfe privater Geldgeber, wie dem Besitzer der Tuborg-Brauerei, in der Folgezeit wieder aufgebaut wurde.
Schlossnutzung
In Frederiksborg lebten zeitweise die dänischen Könige, wichtiger ist das Schloss jedoch als Ort der Krönungszeremonie der dänischen Monarchen. In der 1859 unzerstört gebliebenen Schlosskapelle werden traditionell die Thronfolger gesalbt.
Heute befindet sich in der weitreichenden Schlossanlage das Dänische Nationalhistorische Museum mit einer reichen Sammlung der Landesgeschichte.
Der Barockgarten
Gegenüber der östlichen Schlossfassade, am Ufer des Frederikborgsees wurde in den neunziger Jahren der barocke Teil der Gartenanlage rekonstruiert. Jetzt, nach einigen Jahren des Wachstums, zeigt sich das Broderieparterre in voller Pracht. Buchsbaumhecken bilden kunstvoll gepflegte Ornamente, deren Highlight sicherlich das königliche Monogramm darstellt. Man berief sich bei der Neuanlage auf Originalzeichnungen aus dem Jahre 1725. Beeindruckend sind die steilen Rasenhänge, die der Anlage ihren skulpuralen Charakter inmitten der eher flachen Landschaft verleihen. Wasserkaskaden und Topiarys, sowie das historische Blütenflor lassen die Zeit des Absolutismus wieder aufleben.
Der Landschaftsgarten
Der barocke Teil ist in einem großen Landschaftsgarten eingebettet. Kontrastreich stehen sich beide teil gegenüber, bilden aber zusammen ein gartenkünstlerisches Gesamtkunstwerk. Der landschaftliche Teil umfasst Obstbaumwiesen, Waldpartien, Blumenmwiesen und ein dicht verzwiegtes Wegenetz, dem sich immer wieder neue Sichtachsen und Ausblicke auftun, so zum Beispiel auf das königliche Badehaus (Badstueslot)
Wer eine Reise nach Kopenhagen unternimmt, der sollte den Abstecher nach Hillerød einplanen, dessen Stadtmitte das Schloss Frederiksborg krönt.
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