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Sissinghurst Castle in England

 

In Sichtweite des südenglischen Canterbury liegt der wohl beliebteste Garten Englands. Eingebunden in einer der schönsten Landschaften der Insel, bilden Sissinghurst Castle und der dazugehörende Garten eine gestalterische Einheit, die jährlich zehntausende Besucher anlockt.

 

Eine Ruine wird zum Garten

 

Geschaffen wurde der Garten von Vita Sackville-West (1892-1962) und Harold Nicolson (1886-1968), die 1913 heirateten und sich 1930 für den Erwerb von Sissinghurst Castle entschieden. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Anwesen vor allem aus üppig wuchernden Brombeerhecken und brachgefallenen Feldern in deren Mitte der baufällige Turmbau des Schlosses emporragte. Angezogen von der überwältigenden Romantik der Anlage, wie auch der Tatsache, dass das Anwesen viele Jahrhunderte den Ahnen Sackville-Wests gehörte, machten sich die beiden trotz hoher finanzieller Belastungen an die Instandsetzung des Anwesens.

 

Die Gartenräume

 

In einer geglückten Arbeitsteilung, bei deren Ergebnis Vitas Pflanzenkenntnisse und Harolds gartenarchitektonisches Können zu einer Einheit verschmolz, entstand das bis heute erlebbare Grundprinzip des Gartens: Den langen axialen Gartenfluchten wurden intime, umschlossene Gartenräume zur Seite gestellt. Dabei verwendeten Vita und Harold bestehende Ziegelmauern der Ruinen und neugepflanzte Hecken zur architektonischen Raumbildung. Der Garten schöpft seine Anziehungskraft aus dem Nebeneinander von Strenge der architektonischen Elemente und der üppigen Zwanglosigkeit seiner Bepflanzung.

 

Bestimmend für den Gartenentwurf ist nicht weniger die Vorherrschaft einzelner Blütenfarben in den verschieden Gartenräumen. So entstand der berühmte Weiße Garten, eine Symphonie ausgesuchter Weiß- und Grünnuancen, oder die violette Bepflanzung des Oberen Hofes, dem Entrée des Gartens. Die Beschränkung der Farbpalette machte Sissinghurst berühmt und Vita zur gefragten Pflanzenkennerin, die in unzähligen Gartenkolumnen ihr Wissen teilte. Ihre Texte befinden sich bis heute in jedem gut sortierten Gartenbuchhandel und gelten als Standartwerke der Bepflanzung von Blumenrabatten.

 

Die Geschichte des Gartens bis heute

 

Vita und Harold gestalteten den Garten als Teil Ihres privaten Domizils. Ein wichtiger Einschnitt war der Ausbruch des 2. Weltkrieges. Die Gärtner wurden für den Kriegsdienst eingezogen und der Garten konnte nicht mehr ausreichend gepflegt werden. Erst nach Krieg konnte man die Pflege wieder voll aufnehmen. Vita wurde 1948 Gründungsmitglied des Gartenkomitees des National Trusts in dessen Besitz Sissinghurst nach dem Tod Vitas 1967 und einem Jahr vor Harolds Tod übergeben wurde. Seit den 50er Jahren nahm der Besucherstrom stetig zu, Rasenwege mussten gepflastert und feste Besuchszeiten eingeführt werden. Die Gärtner von Sissinghurst haben das Erbe Vitas und Harolds bewahrt und in ihrem Sinne fortgeschrieben.

 

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