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Küchenkräuter auf Balkon und Terrasse


Für frische Kräuter findet jeder Platz. Als Gewürze sind sie in der Küche unerlässlich. Ihre Aromen verfeinern unsere Speisen und sorgen für deren geschmackliche Vervollkommnung. Frischer und gesünder kann man Küchenkräuter nicht ernten als sie kurz vor der Zubereitung aus dem eigenen Garten oder vom Balkon zu pflücken. Für die Kräuterecke gelten die Worte Hugo von Hoffmannsthal:

 

"Es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist. Was die Möglichkeiten seiner Schönheit betrifft, so ist seine Ausdehnung so gleichgültig, wie es gleichgültig ist, ob ein Bild groß oder klein, ob ein Gedicht zehn oder hundert Zeilen lang ist."

 

Egal wie groß oder wie klein unser Kräutergarten ist, ob ein großer Nutzgarten oder nur ein paar Töpfe auf der Fensterbank: Küchenkräuter verbinden das Schöne mit dem Nützlichen. Sie gefallen Augen und Gaumen gleichermaßen. Selbst der kleinste Küchenkräutergarten auf dem Fensterbrett erinnert an seine großen Vorbilder, den Kloster- und Bauerngärten, in denen jahrhundertelang wertvolle Arznei- und Gewürzpflanzen sorgsam gehegt wurden. In unserer Rubrik „Reiseziele Gartenkunst“ stellen wir Ihnen den Klostergarten Seligenstadt vor, einen gartenkünstlerischen Höhepunkt des Kräutergartens.

 

Mediterrane Aromen

 

Der richtige Umgang ist wichtig, denn die meisten unserer Küchenkräuter stammen aus dem warmen Mittelmeerraum. Das Aroma von Basilikum oder der herbe Geruch von Thymian versetzen uns nach Italien. Derart verschwenderisch wie in den bergigen Kräuterwiesen des Apennin, wo jeder Schritt die ätherischen Düfte freisetzt, geht es auf unseren Balkonen zwar nicht zu, doch wer einen geschützten Sonnenplatz für seine wärmeliebenden Kräuter bereithält, holt sich ein Stück mediterraner Lebenslust ins eigene Heim. Sie sollten so gestellt werden, dass sie im Vorbeigehen unbeabsichtigt gestreift werden können, damit sie auch bei uns ihren Duft entfalten können.

 

Bio-Gärtnern im Topf

 

Ökologisches Verhalten liegt im Trend. Und das macht Spaß und schmeckt. Wer sicher gehen will, dass seine Lieblingskräuter frisch und ohne Schadstoffe in den Kochtopf gelangen, für den ist der kleine Kräutergarten ideal. Im Fachhandel gibt es vorgezogene Biopflanzen und Biosaatgut für alle gängigen Küchenkräuter. Dabei sollte man unbedingt dem eigenen Geschmack folgen. Besonders hübsche Sorten wie der Zitronenthymian oder der gelbblättrige Majoran (Bild unten rechts) sind aber auch echte Hingucker.

 

Hochbeet auf der Terrasse

 

Besonders nützlich und pflegeleicht ist ein Hochbeet für Kräuter auf oder in der Nähe der Terrasse. Hier ist der Weg von und zur Küche meist nicht weit. Der Wasseranschluss ist vielfach vorhanden und man behält die Pflanzen leicht im Auge. Lästiges Bücken fällt genauso wenig an, wie zu viel Arbeit. Auf einem kleinen erhöhten Pflanzareal ist das Gärtnern kinderleicht und macht bis ins hohe Alter Spaß. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Hochbeete“.

 

7 Kräuter

 

Ein Gewürzgarten „Kräuter der Provence“ holt jeden Frankreichaufenthalt wieder duftend in Erinnerung. Folgende Sieben gehören dazu: Thymian, Rosmarin, Lorbeer, Lavendel, Bergbohnenkraut, Oregano und Salbei.

Wer gedanklich nicht ganz so weit schweifen möchte, der lege sich ein Frankfurter Gewürzgärtchen mit ebenfalls sieben Kräutern an. Für die berühmte „Grüne Sauce“ bedarf es Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.

 

Ausgedientes als Topf und Schale für Ihre Kräuter

 

Ein Patchwork verschiedener Pflanzgefäße ist besonders individuell und zeigt Ihr Vergnügen am Ungewöhnlichen. Alte Gießkannen, Holzkisten und Blumenvasen können als Pflanzgefäße eine letzte Verwendung finden. Warum nicht in der alten Teekanne eine Pfefferminze pflanzen? Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ein Suppenteller mit Thymian? Bohren Sie in das Geschirr ein Loch – und fertig ist der neue Blumentopf. Küchengeschirr und Kräuter passen bestens zueinander.

 















  

 

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