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Hochbeete im Kräuter- und Gemüsegarten

 

Gartenarbeit ist für viele Enspannung und Kontrast zum oft monotonen Berufsalltag. Gartenarbeit ist ein schöpferischer Prozess, der über Jahre unsere eigene Umwelt formt, in der wir uns wohlfühlen. Doch auch hier gilt: Zuviel Arbeit vertreibt aus dem Paradiese. Meist aber fehlt die Zeit, sich dem Garten gebührend zu widmen. Ein gut organisierter Garten schafft gleichsam Freiräume zum Enspannen und zum aktiven Gärtnern. Der Kräuter- und Gemüsegarten kann wohl kaum besser organisiert sein als mit Hochbeeten. Hier lassen sich auf kleinem Raum die schmackhaften Zutaten für die Küche selbst ziehen. Und wer pflückt sie nicht gerne, die eigenen Tomaten, die frischen knackigen Salatköpfe oder die aromatischen Walderdbeeren?

Hochbeete sind rückenschonend

Hochbeete haben viele Vorteile zu ebenerdigen Pflanzflächen. Kaum ein Argument ist aber besser als der Hinweis darauf, dass der Rücken beim Gärtnern geschont wird. Immer mehr Menschen leiden unter Rückenleiden. Falsches Sitzen, Liegen und fehlende Bewegung sind die Hauptursachen. Ferner sorgt einfach das „Älterwerden“ für Rückenleiden, die unseren Aktionsradius verkleinern. Ein Hochbeet lässt uns gärtnern ohne den Rücken krumm zu machen, das heißt, gerade im Alter können wir länger im Garten aktiv bleiben. Gartenarbeit ohne „buckeln“ ist aber für alle Gartenbesitzer eine vielversprechende Aussicht. 

Schnecken und Wühlmäuse werden abgewehrt

Wühlmäuse, Mäuse und Schnecken sind Feinde, die uns den Spaß im Garten schnell verleiden können. Mühsam herangezogener Salat wird über Nacht vernascht. Das Schneckenkorn, die Giftkeule also, ist auch nicht der Königsweg, zumal der Anblick verendeter Zwitterwesen kein schöner ist. Schnecken kommen schwer die Wände der Hochbeete hinauf. Wenn man dann auch noch eine gebogene Metallkante als Rand des Kastens anbringt, wird die Hürde unüberwindlich.

Der Anschluss zum bestehenden Boden wird durch ein feinmaschiges Maschendrahtgeflecht, einem sogenannten Hasengitter, abgesperrt. Für Wühlmäuse und ähnliche Kleinnager ist die Barriere nicht zu überwinden.

Längere Pflanzsaison

Das Bodensubstrat für die Hochbeete hat es in sich. Wohl jeder Gartenbesitzer hat die notwendigen Zutaten zur Hand. Auf das Hasengitter werden grobe Äste und Zweige aufgeschichtet. Etwa ein Drittel der Beethöhe besteht aus dieser Grundlage. Damit die darüber liegenden Bodensubstrate nicht hineinrieseln können, ist eine Sperre aus umgedrehten Rasensoden oder gebündeltem Birkenreisig angebracht. Als zweite Schicht folgt ebenso zu einem Drittel feingehäckselter Strauchschnitt oder noch nicht fertiger, grober Kompost. Als Abschluss der Bodenschichtung wird fertige, feinkrümelige Komposterde aufgebracht. Durch die Verrottungsprozesse im Innern des Hochbeetes entsteht Wärme, die das Substrat um einige Grad Celsius erwärmen. Gerade im Frühling und im Herbst sind 5-10 °Celsius mehr ein Garant für schnelleres Gedeihen und höhere Erträge.

Kein zusätzlicher Dünger

Die verrottenden Gartenabfälle erschließen den Pflanzen neue Nährstoffe. Außerdem entweicht bei allen Verrottungsprozessen Kohlendioxid, das durch den Boden zu den Pflanzen gelangt und das Wachstum der Pflanzen fördert.

Material

Hochbbeete kann man aus Holz zimmern, aus Stein mauern oder als Metallkonstruktion errichten. Bei Holz sollte man darauf achten, dass man langlebige, feuchteresistende Hölzer von Robinie oder Eiche verwendet. Auch kesseldruckimprägniertes Fichten- oder Tannenholz bietet sich als Werkstoff an. Exotische Hölzer wie Bangkirei sorgen für Langlebigkeit der Anlage. Um Feuchtigkeit vom Holz fernzuhalten, bringe man Teichfolie an der Innenseite des Kastens an.

Gemauerte Hochbeete sind mit einem Betonfundament in 80 cm Bodentiefe zu versehen. Metallbleche lassen sich auf einer Holzkonstrukion aufschrauben oder gleich an ein Metallgestell anbringen. Metall sorgt für einen modernen Auftritt des so alten Themas „Gemüsegarten“. Auch Edernitplatten bieten sich für eine zeitgemäße Gestaltung der Hochbeete an, wirken sachlich und funktional. Die helle Betonfarbe setzt das Grün und Bunt der Pflanzen kontrastreich in Szene. (Bild oben links)

Abmessungen

Die Abmessungen richten sich nach dem menschlichen Maß. So sollte das Beet nur so breit sein, dass die Hände bequem bis über die Beetmitte reichen. Darum sollte man von 100 bis 130 cm Breite ausgehen. Die Länge sollte mindestens 2 Meter betragen, um bequem mit Schaufel hineinsteigen zu können, wenn nach Jahren das Bodensubstrat ausgetauscht werden muss.

Die Höhe des Beetes richtet sich individuell an den Gemüse- und Kräutergärtner. Zwischen 75 und 120 cm Höhe gelten als Richtmaß.

Bepflanzung und Pflege

Alles, was man auf ebener Fläche pflanzt, ist auch hier möglich. Ob Mischkulturen oder kleine Erdbeerfelder. Geplanzt wird, was Spaß macht und schmeckt. Kapuzinerkresse, die leckere, nach Pfeffer schmeckende, bunte Blüten für Salate liefert, kann man an den Beetwänden ranken lassen.
Der Gartenschlauch sollte in der Nähe der Hochbeete griffbereit sein. Das erleichtert das Gießen, was durch die Exponiertheit der Pflanzungen häufiger von Nöten ist als auf ebenerdigen Flächen.

Hochbeete in der Gartengestaltung

Ein Kräuter- und Gemüsegarten sollte zweckdienlich sein. Hochbeete sorgen für klare Raumgrenzen. Ähnlich wie in mittelalterlichen Klostergärten mit ihrer streng orthogonalen Einteilung ist eine klare Gliederung funktional. Wie der Bilderrahmen den Abschluss eines Gemäldes bildet, definiert die Beet-Konstruktion das Hochbeet, in dem sich die Pflanzen entfalten können. Hochbeete können aber auch Gartenäume gliedern und zusammen mit einer Pergola zur Raumgrenze werden. Gerade auf Terrassen lassen sich Hochbeete gut einsetzen. Die Nähe zum Haus sorgt für die schnelle Erreichbarkeit von der Küche aus. Warum also statt eines Blumenkastens mit Zierpflanzen nicht ein ebenso schönes, aber umso nützlicheres Kräuter- und Gemüsegärtchen auf Terrasse und Balkon anlegen?

 

 

















Aus Palisadenholz entsteht
schnell ein Hochbeet.





Mt Hochbeeten lassen
sich Hänge abstützen.














  

 

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