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Für Blumentöpfe findet sich immer ein Platz. Da Pflanzen in Gefäßen mobil sind, kann man seinen Topfgarten immer wieder neu ordnen, die schönsten Pflanzen nach vorne holen und andere, die verblüht sind in den Hintergrund stellen. Topfgärten auf Balkon und Terrasse können bei richtiger Pflege zu üppigen Gärten werden. Und selbst dort wo wenig Platz ist kann man Blumentöpfe an der Hauswand anbringen.
Mediterranes Vorbild
Vorbilder für solch begrünte Wände findet man in den kleinen, verwinkelten Städten Italiens, die sich bis in die heutige Zeit ihren mittelalterlichen Charakter bewahren konnten. Hier, wo die Gassen oft so eng sind, dass die Bewohner höchstens mit einer Vespa hindurch kommen, gibt es keine Vorgärten. Man hängt die Terrakotta-Töpfe mit schlichten Metallringen an die Wand. Einfacher und schöner geht es kaum. Auch entdeckt man häufig Blumentöpfe an Fensterläden. Bei zu viel mittäglicher Sonne werden die Läden zugeklappt. Pflanzen und Wohnung liegen im Schatten.
Mauerblümchen
Es gibt Pflanzen, die benötigen nicht einmal einen Topf zum Gedeihen. Sedum-Arten, oder der Hauswurz, begnügen sich mit etwas Erde auf einer Mauer. Sie sind Spezialisten im Umgang mit wenig Wasser. Selbst das Gießen entfällt hier weitgehend, Trockenperioden überstehen diese Pflanzen spielend. In Frankreichs Nordwesten, der Bretagne und der Normandie, findet man diese Lebenskünstler oft auf Gartenmauern.
Kakteen in der Regenrinne
Ein findiger Kakteenliebhaber aus der Hansestadt Lübeck macht es vor: Eine schmale Regenrinne füllte er mit Substrat und pflanzte kleine Kakteen-Ableger und Sukkulenten hinein. Über der Haustüre ist dies ein schöner Willkommensgruß, der so gut wie keinen Platz wegnimmt. Im Spätherbst wird die komplette Rinne abgenommen und an einem frostfreien, hellen Ort überwintert.
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