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Trelissick Garden in Cornwall


Kilometerlange Sandstrände, schroffe Steilküsten und malerische Buchten: Die kornische Halbinsel im äußersten Südwesten Englands wurde verschwenderisch mit Naturschätzen beschenkt. Der Nordatlantikstrom sorgt für mildes Klima ohne harten Frost, und dank der natürlichen Gießkanne des englischen Landregens gedeihen Pflanzen in frischer Üppigkeit.

Einer der schönsten englischen Gärten.


An einer Meeresbucht, die sich weit ins Landesinnere verzweigt und hier in den Fluss Fal übergeht, vereint Trelissick Garden die Gunst der Natur mit gärtnerischem Geschick zu einem der schönsten Gärten Südenglands.

Wie die meisten bedeutenden Gärten in England reicht seine Geschichte weit zurück. Das zweigeschössige Landhaus wurde um 1750 erbaut und mit einem Landschaftspark umgeben. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude dem Zeitgeschmack architektonisch angepasst. Ein Wasserturm ist ein weiteres architektonisches Highlight des Gartens (Bild oben Mitte).

Als Ida Copeland 1937 das Anwesen erbte, gestaltete sie zusammen mit ihrem Mann den Garten großzügig um. Subtropische und fernöstliche Pflanzen wurden hinzugefügt. Ronald Copeland, Direktor einer Porzellanmanufaktur, sollen die Pflanzen als Vorbild exotischer Porzellandekore gedient haben. Bereits 1955 überschrieben die Copelands das Anwesen dem National Trust, der seither den Garten  betreut und weiterentwickelt.

 




Die Höhepunkte des Gartens


Heute zeigt sich Trelissick Garden als abwechslungsreicher Garten für die ganze Familie. Englische Traditionen, wie das gemeinsame Picknick und Rasenspiele, finden im Garten großen Zuspruch unter den Besuchern.

Auf dem bewegten Parkgelände mit vielen Höhenunterschieden und immer neuen, spannenden Perspektivwechseln kontrastieren schattige Wege mit offenen Rasen- und Wiesenflächen. Vom Haus aus, das der Öffentlichkeit leider nicht zugänglich ist, streift der Blick über satt-grüne Viehweiden bis zur Meeresbucht. Die grasenden Tiere werden mittels eines „Ha-Ha“, einem Geländesprung, vom Nahbereich des Hauses ferngehalten.

Der Besucher trifft während seines Weges durch den Garten auf mehrere Aussichtspunkte, die das Panorama auf die kornische Landschaft und die Meeresbucht öffnen.

Auf dem Hauptrasen kann eine mächtige Sicheltanne (Cryptomeria japonica) bewundert werden. Rhododendronbüsche zeigen sich in stattlicher Größe. Zedern, Zypressen und Kiefern finden sich in ebenso zahlreichen Varietäten wie Magnolien, Hortensien und japanische Kirschbäume. Bambus, Bananenstauden und Baumfarne verstärken den subtropischen Flair vieler Bereiche der Anlage.

Künstlerische Interventionen bereichern das Gartenbild und schaffen Bezüge zwischen Natur und Kultur. Ein Küchengarten zeigt Gemüse und Kräuter in schönster Vielfalt.






Exotisch aber typisch kornisch


Der Garten von Trelissick spannt den gärtnerischen Bogen von der britischen Insel bis in exotische Weltregionen. Bodenständige, traditionelle Elemente wie Küchengarten, Viehweiden und typisch englische Waldpartien verschmelzen mit der fernen Pflanzenwelt. Diese Verbindung findet sich im milden Klima Cornwalls recht häufig. Aber nur selten ensteht daraus ein solch abwechslungreicher Garten, der naturräumliche Besonderheiten und Gartenkunst so gekonnt verbindet.